Abschied

Liebe Freundinnen und Freunde!

DANKE für eure Anteilnahme und für eure wertschätzenden Worte. Wir lesen sie unter Tränen und mit großer Rührung. Sie tun uns gut.

Traueranzeige 2019-04Dies ist ein Abschied in zweierlei Hinsicht.

Es ist ein Abschied von Erik. Es ist unbegreiflich, dass er nicht mehr bei uns ist und er fehlt uns sehr.

Und es ist ein Abschied von diesem Blog. Er war eine großartige Möglichkeit für Erik, seine Gedanken weiterhin in Texte zu gießen, mit Menschen in Verbindung zu bleiben und neu in Kontakt zu treten, und hat in nahezu jeder Lebenslage funktioniert.  Für uns beide war er ein gemeinsames Projekt; so wie wir seit Beginn unseres Kennenlernens jede Predigt diskutiert haben, so haben wir es auch mit den Blogposts gehalten. Darüber hinaus hat es uns geholfen, negative Diagnosen und schwierige Situationen in Worte zu fassen und damit auch für uns selbst begreifbar zu machen.

Der Blog wird zumindest zunächst einmal online bleiben. Das gibt interessierten Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, noch einmal in älteren Beiträgen zu stöbern und das eine oder andere nachzulesen.

Obwohl er ein Gemeinschaftsprojekt war, war er doch in erster Linie Eriks Blog. Daher ist dies nun der letzte Blogpost. Er erscheint an einem Freitag, unserem Lichtblicktag, und dies nicht ohne Grund. Ihr habt uns auf unserem Weg begleitet. Ihr habt uns unterstützt und durch schwere Zeit getragen. Ihr wart fröhlich mit uns, habt mit uns das Leben gefeiert und mit uns diskutiert. Ihr seid jetzt mit mir und unseren Kindern traurig. Dafür können wir euch nicht genug danken. Ihr wart unser wahrer Lichtblick in den letzten zweieinhalb Jahren.

Bleibt alle behütet.

 

 

4 Gedanken zu “Abschied

  1. Andreas Seyboldt schreibt:

    Liebe Ute,
    Du hast in dieser besonders für Dich so schweren Abschiedszeit die richtigen Worte gefunden, das auszudrücken, wofür es so unendlich schwer ist, Worte zu finden! Ja, es ist auch für mich, für uns sehr schwer, erstmal nur zu begreifen, dass Erik nicht mehr ist, dass in seinem, Eurem Blog nun keine neuen Beiträge und Predigten von ihm sein werden… Und dabei: was ist unser Schmerz im Vergleich zu Deinem und dem Eurer Kinder?! Ja, auch mir kommen die Tränen, bleibt das Wort im Hals stecken, wenn ich Erik’s Todesanzeige lese: es ist so unendlich traurig und schwer, doch was ist meine Traurigkeit im Vergleich zu Deiner und Eurer?! Und ich schreibe das wohl wissend, dass wir Trauer und Schmerz nicht gegeneinander aufwiegen sollten… Aber Du schreibst ja auch, dass die anteilnehmenden Worte, die Ihr von Eurer „Blog-Gemeinde“ empfangen habt und noch empfangt, Dir und Euch gut tun und Euch so vielleicht das unfassbare, unerträgliche ein bisschen erträglicher macht? … Wir trauern und weinen mit Euch, wenn auch aus der geographischen Ferne, und auch wenn ich und wir am Gründonnerstag nicht körperlich mit Euch sein können, so sind und bleiben wir doch mit Dir und Euren Kindern im Herzen, in Gedanken, im Gebet verbunden, besonders natürlich während unseres Gründonnerstagsgottesdienstes in meiner Pariser Gemeinde!
    Sei ganz lieb, zugleich sanft und fest, umarmt, liebe Ute, von Euren Pariser Freunden,
    Andreas & Emmanuelle.

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  2. Michael schreibt:

    Liebe Ute,
    liebe Kinder.
    Als wir uns von unseren Eltern verabschieden mussten, schrieb eine besondere Freundin ein Gedicht. Das legen wir Euch heute an Euer Herz.

    Zu Hause

    Ich bin fast zu Hause, bald bin ich da.
    Die Reise war lang – nun ist das Ziel nah.
    Nur noch dieser Hügel, ein wenig bergan,
    dann noch eine Biegung, bin ganz nahe dran.
    Ich halte kurz inne und höre Musik.
    Sie klingt in mir wieder – aufkommendes Glück.
    Ihr Klang lockt mich zärtlich, belebt meinen Sinn,
    drängt weiter zu gehen. Dort will ich hin.

    Der Weg war beschwerlich, mir tut alles weh.
    Ein Schritt nach dem anderen, komm weiter – geh!
    Wer wird mich erwarten? Wird jemand da sein,
    der mich erkennt, mich bittet: „Tritt ein!“?
    Ich komm immer näher und fühl mich ganz leicht.
    Bin nicht mehr müde, eine Brise streicht
    mir sanft durchs Haar, gibt mir Rückenwind.
    Was ist mit mir los? Ich lauf wie ein Kind!

    Mir verschlägt es die Sprache: So hell, so schön
    leuchtet die Stadt; ich kann kaum hinsehen.
    Und dieser Duft – so herrlich und weich –
    durchzieht meine Sinne, eine Mischung zugleich
    aus Blumen und Bäumen,
    Weihnachtsplätzchen zum Träumen,
    Zitrone, Kamille,
    Honig und Vanille.

    Und dann sehe ich sie: Die Abertausend!
    Ihr Lachen und Rufen klingt wie ein Brausen.
    Sie winken und jauchzen, sprühen vor Glück.
    Wen erwarten sie wohl? Ich winke zurück.
    Ich drehe mich um, wer ist so berühmt
    und hat all den Jubel hier verdient?
    Doch ich sehe keinen, der hinter mir geht…
    Vielleicht kommt er noch, ist nur etwas spät?
    Und je näher ich komme, desto mehr merke ich:
    Sie jubeln mir zu, sie erwarten mich!
    Unbeschreibliche Freude – kann es denn sein?
    Es schallt mir entgegen: „Willkommen daheim!“

    Esther Dymel-Sohl

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  3. Annette Ryklikas schreibt:

    Liebe Ute! Du hast so schöne Worte gefunden! Trotz allem! Ich bin in Gedanken weiter bei dir und den Kindern und sende dir viel Kraft und Mut für alles was kommt! Sei ganz lieb gegrüßt, Annette Ryklikas

    Von meinem iPhone gesendet

    >

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