Hallo und willkommen

Gebrochenes Licht, so habe ich meinen Blog genannt, weil dieses Bild unser Leben zurzeit ganz gut auf den Punkt bringt. Wir führen ein gutes Leben – wunderbare Menschen um uns herum, erfüllende Berufe, und das in einer tollen Stadt. Und mitten hinein der Bruch: Diagnose „Krebs“. Schmerzen, Schwäche. Gebrochenes Licht.

Dieser Blog ist eine Reaktion auf dieses Ereignis. Welche Erfahrungen machen wir, meine Frau Ute und ich? Denn die Krankheit betrifft uns beide. In unterschiedlicher Weise, aber gleicher Intensität. Und deshalb ist der Blog auch ein gemeinsames Projekt.

Wir setzen uns auseinander, mit unserer Welt und unserem Glauben. Die Welt, sie ist die gleiche geblieben und fühlt sich doch anders an. Begegnungen werden intensiver, Erlebnisse bedeutsamer. Das Leben und Gott erscheinen uns in einem neuen Licht – in gebrochenem Licht, das neue Farben hervorbringt. Darüber möchten wir in diesem Blog erzählen.

Der Krebs ist ein Teil unseres Lebens – und soll es doch nicht bestimmen. Wir wollen weiterleben, mit anderen Menschen und für sie, mit euch. Wir möchten unser Zusammenleben in der Gemeinde und im Stadtteil weiterhin gestalten. Das wird hoffentlich wieder möglich sein. Auch darüber machen wir uns Gedanken.

Dazu erzählen wir „aus aktuellem Anlass“ von Veränderungen und Entwicklungen unserer persönlichen Situation und in diesem Blog.

„There is a crack in everything. That´s where the light gets in.“ (Leonard Cohen, Anthem) Durch alle Dinge geht ein Riss. Genau dort scheint das Licht hindurch. Und ist das nicht auch die christliche Botschaft – die Botschaft von einem Gott, der am Kreuz gebrochen wurde? Und auferweckt? Uns erreichte dieses Licht auch in vielen kleinen Gedanken und Worten. Sie haben uns Mut und Hoffnung gegeben. Wir möchten diese Lichtblicke mit euch teilen.

Schließlich gibt es noch einen Bereich, der mit „Zwischen Himmel und Erde“ überschrieben ist. Dies ist eine passwortgeschützte Seite, auf der wir uns etwas persönlicher über Bibel und Glauben austauschen. Wenn Du mitmachen willst, schicke mir einfach eine Mail.

Die Themen auf diesem Blog sind so unterschiedlich wie unser Leben. Bei inzwischen weit über 100 Beiträgen wird das Ganze unübersichtlicher. Eine Einführung findet Ihr im „Kleinen Blog-Navigator“.

Wir freuen uns auf einen gemeinsamen Weg und über jeden Kommentar, den Ihr schreibt.

Erik und Ute Thiesen

 

19 Gedanken zu “Hallo und willkommen

  1. Annett Wittenberg schreibt:

    Gebrochenes Licht. Manchmal auch kaum noch Licht und schon gar keine Farben mehr. Aber dann: die Mitte der Nacht ist der Anfang des neuen Tages. Und immer wieder das Versprechen : ich darf neu beginnen.
    Ich habe auch keine richtige Ahnung von der Technik, freue mich aber sehr über den gemeinsamen Weg. Annett

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  2. Daniel Birkner schreibt:

    Lieber Erik!
    Deine innere Ausrichtung in der Krankheit, ihr mit Lebensmut und Offenheit zu begegnen, zu erkennen, dass erst das gebrochene Licht Farbe zeigt, tun mir gut, finde ich stark von dir! Ich hoffe die Kraft bleibt dir erhalten! Und wenn sie in manchen Momenten gebrochen wird, wird sie dich doch nicht verlassen. Mein ältester Bruder hat mir in diesen Tagen eine nachdenkenswerte Geschichte zugeschickt, die möchte ich gerne mit dir und den LeserInnen deines Blogs teilen:

    Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf die Seite umzudrehen und zu beginnen. Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite. Nun erklärte der Professor folgendes:

    „Ich möchte Sie bitten, das auf zuschreiben, was Sie dort sehen.“
    Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.

    Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier etc.

    Nun lächelte der Professor und sagte:
    „Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken.

    Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen …….

    Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund usw.

    Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben.

    Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!

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  3. Ralf Liedtke schreibt:

    Lieber Erik,
    bei gebrochenem Licht und Farbe – Du hast eine wunderschöne Metapher gewählt – denke ich zuallerst an einen prächtigen Regenbogen. Vielleicht hat es vorher heftigst gedonnert und grelle Blitze zuckten durch die Atmosphäre. Der Donner grollte erst von fern und dann von ganz nah. Die sichtbare Welt wurde düster und verdunkelte sich. Und plötzlich riss der Himmel wieder auf, die Sonne lugte vorsichtig hervor und in der Stille ward dieser Regenbogen mit seinem Farbspiel sichtbar.Welch Geschenk und schöner Anblick!

    Mein momentaner schwarzer Fleck ist der schwierige und kräftezehrende Abschied von meiner 93 jährigen Mutter. Sie leidet und hat heftige Schmerzen und wünscht sich sehnlichst den Übergang in ein neues Reich, wo sie hofft uns wiederzusehen. Das waren die letzten Worte, die ich von ihr noch verstehen konnte. Und sie wollte in ihrem bewussten Abschied von mir noch vieles mehr ausdrücken, was nicht mehr zu verstehen war, obwohl sie zu der Zeit noch völlig klar im Kopf war. Mir hat das unendlich weh getan, aber auch deutlich gemacht, welch wichtige Rolle Sprache in unserem Leben spielt.

    Als ich in meiner Traurigkeit den Blick wieder öffnete und auf die Zeit mit ihr zurückblickte, nunmehr auch für mich 64 Jahre, fielen mir viele Erlebnisse ein. Und just wurde aus dem dunklen Fleck ein wunderschönes buntes Blatt Papier, das mich innig berührte.

    Die Idee mit Deinem Blog finde ich toll! Ich wünsche Dir die Zeit und Kraft, hier noch vieles, was Du sagen und schreiben möchtest, zu Papier zu bringen und damit andere an Deinen Gedanken und Gefühlen teilhaben zu lassen. Ich bin gern dabei!

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  4. slinz2017 schreibt:

    You can take my body
    You can take my bones
    You can take my blood
    But not my soul (Rhiannon Giddens)

    Ihr Lieben,(Für Euch mit Bild, damit Ihr mich sehen könnt).
    Habe mich Weihnachten sehr beschenkt gefühlt, EUCH zu begegnen.
    Heute fühle ich mich wieder beschenkt, weil Ihr mich an eurem Leben teilhaben lasst.
    Nicht der schöne Schein, sondern die ungeschönte Wahrheit.
    Und da …. nach dem Lesen eures Briefes, am Ende, leuchtet eine blaue Schrift.
    Gebrocheneslicht… Ich mache mich auf die Reise, in ein anderes Leben und entdecke Liebe, Musik, Gedanken und Hineni und es trifft mich im Innersten. Ich weiß, ich fühle genau, was es meint und wieviel Glück ich bis jetzt habe. Bei allem was ich erlebt habe, ist es immer ALLES wieder gut geworden.
    Was werde ich tun, wenn es mein Innerstes trifft.
    DANKE dass ich auf diese Reise gehen kann.
    Es gibt mir Zuversicht, dass ich es schaffen kann und meine Seele frei sein wird.
    Ich bin mit meinen Gedanken bei EUCH und hoffe sehr, dass das Leiden irgend wie erträglich sein wird.
    Sabine

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  5. Monika Falcke schreibt:

    Gebrochenes Licht – ist kein zerbrochenes Licht! Die Augen sind überwältigt vom Anblick des Regenbogens mit der Vielfalt der Farben, wenn Licht gebrochen wird.Ein Gutteil der Musik quer durch die Zeiten, von den antiken Gesängen der Sappho bis zu modernen Pogsongs, besteht aus Stücken eines kunstvoll komponierten Traurigseins. Die barocke Lebensfreude der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel ist nicht denkbar ohne die verhaltende Lebenstrauer des Larghetto aus seiner Oper Xerses. Gebrochenes Licht lässt Melancholie hochkommen; den melancholischen Gedanken nachhängen, einer anderen Seele nahe sein, dabei ein ganzes Füllhorn von Welt sinnlicher zu erfahren, darin lässt sich ein vollkommenes Verständnis für die Melancholie finden. Tiefe Einschnitte im Leben sind mit Schmerzen verbunden, die manchmal nicht so ohne weiteres zu lindern sind. Ich lebe dieses Leben, kein Anderer. Ich muss den Blick in die Abgründe aushalten, die manchmal das Unglücksein und das Unglück aufreissen. Wenn ich beim Anblick des gebrochenen Lichtes melancholisch werde, dann spüre ich auch die Stärke der Melancholie in ihrer Sensibilität im Gespür für Sinn und Polarität.
    Monika

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  6. Regina Luderer schreibt:

    Lieber Erik,
    als ich erfuhr, dass du einen Blog hast, der gebrochenes Licht heißt, war ich erst einmal schockiert, betroffen, musste tief durchatmen. Nicht weil du einen Blog hast (das passt zu dir), sondern über den Namen. Gebrochen assoziierte ich sofort mit kaputt, entzwei.
    Zu Hausen schaute ich natürlich gleich nach und das erste was ich sah, war das Bild mit dem Prisma und dem aufgespaltenen Licht. Ein Bild, was mir sehr vertraut ist, schließlich nutze ich beruflich genau diesen Effekt.
    Für mich stand bisher nicht das Licht, was gebeugt (gebrochen) wird im Vordergrund, sondern dass, was daraus resultiert – die Aufspaltung des Lichtes in seine Wellenlängen. Denn durch das Eintreten des Lichtes in ein anderes Medium und das wieder Austreten wird das „weiße Licht“ was eigentlich ein sehr buntes Licht ist, aber von unseren Augen als weiß war genommen wird, in seine Wellenlängen (Farben) aufgespalten. Dieses passiert nicht nur im Prisma, Wassertropfen haben denselben Effekt. Wir erleben diesen Effekt wenn es regnet und die Sonne auf die Regentropfen scheint. Zu sehen ist dann einen Regenbogen. Erfreuen wir uns nicht alle gerne dieses Phänomens?
    Den gleichen Effekt haben wir auch wenn wir eine CD/DVD in die Hand nehmen. Halten wir die CD/DVD im richtigen Winkel zum Licht, erhalten wir, je nach Lichtquelle, die Farben des Regenbogens.
    Je nach Lichtquelle? Ja, den alle Farben des Regenbogens erhalten wir nur, wenn wir die CD/DVD in die Sonne halten. Halten wir die CD/DVD in eine andere Lichtquelle (Energiesparleuchte, Halogenleuchte, LED) können wir, wer genau hinsieht, feststellen, dass die Übergänge zwischen den Farben nicht so weich sind, evtl. sieht man auch Steifen die besonders deutlich zu sehen sind.
    Woher kommt das? Nur das Sonnenlicht hat das komplette Wellenlängenspektrum. Alle anderen Lichtquellen haben nur ausgewählte Wellenlängen. Es sind natürlich möglichst viele Wellenlängen vorhanden, damit wir das Licht als „weißes Licht“ wahrnehmen.
    Soweit die physikalische Erklärung.
    Du schreibst:“ Nur wenn das Licht gebrochen wird entsteht Farbe.“
    Ja, genauso ist es. Ich möchte noch ein Schritt weiter gehen und das Leben mit dem Licht vergleichen: Nur dadurch, dass das Licht immer wieder in ein anderes Medium eintritt, gebrochen und aufgespalten wird und Farbe entsteht, wird das Leben interessant. Nehmen wir noch einmal die CD/DVD in die Hand und bewegen sie etwas hin und her. Wir sehen mal die grünen, gelben Farben, mal die blauen, violetten Farben intensiver. So ist es auch mit unserem Leben. Mal überwiegen die grünen, gelben Farbtöne (ich ordne sie mal den positiven Ereignissen zu), ein andern mal überwiegen die blauen, violetten Farbtöne (die negativen Erfahrungen).
    Ich gebe zu, auf die eine oder andere negative Erfahrung hätte ich gut und gerne verzichten können. Es gibt aber auch Erfahrungen, die schmerzlich waren, aber im Nach herein bin ich dankbar, dass ich sie machen durfte.
    Dein Bild zeigt in der Mitte das Prisma und im Vordergrund, leuchtend, das aufgespaltene Licht. Besonders hell erscheinen mir die Grün- und Gelbtöne. Ich hoffe, dass jeder einmal auf sein Leben zurückblicken wird und feststellen kann, dass die grünen und gelben Farbtöne überwiegen.
    Regina

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  7. Romana schreibt:

    Ein sehr schöner Blog.
    “ Tomorrow, I will stand of the top of the Hill, with the rod of god in my hand“
    Eines meiner Lieblingszitate, aus dem die Geschichte des Berges entstand.

    Die Geschichte mit dem Berg! :
    „Tomorrow I will stand on the top of the hill, with the rod of god in my hand (Morgen werde ich auf der Spitze des Berges stehen, mit dem Stab Gottes in meiner Hand -2. Buch Mose 17, 9-) Toll!!! Wie bin ich dort hingekommen? Ganz einfach, ich habe mir ein Ziel gesetzt! Ich erklimme die Spitze des Berges. Ich habe an mich geglaubt. Meine Kraft genutzt! Wow, was für ein Gefühl! Ich kann wenn ich will! Glaube versetzt Berge! So der positive Gedanke! Nun stehe ich also auf diesem Berg, genieße die Aussicht und freue mich das ich dieses Ziel erreicht habe! Wie ich nun also dort die wunderschöne Aussicht genieße und mich umsehe, erkenne ich in der Ferne, einen anderen Berg, der noch höher ist, als die Spitze auf der ich mich gerade befinde! Toll! Da ist es also, mein neues Ziel. Ich erklimme den Berg dort hinten. Also los! Alle Kräfte sammeln! Aber wie komme ich dort hin? Fliegen? Nein das ist mir nicht möglich! Das erkenne ich, logisch! Also mache ich mich daran, den mühseligen Abstieg zu bewältigen. Kräftezehrende Aufgabe. Steine, die ins Rutschen geraten, es besteht die Gefahr, das sie mich mit in die Tiefe reißen. Angst breitet sich aus. Aber ich habe ein Ziel, unbeirrt steige ich weiter hinab. Am Ende meiner Kräfte habe ich wohlbehalten das Tal erreicht! Das Tal?? Ja, so ist es immer in meinem Leben (aber nicht nur in meinem), nach dem Hoch – das erklimmen der Bergspitze- geht der Weg immer weiter. Nach dem Hoch auf dem Berg, kann also nur das tiefe Tal kommen, denn dieses ist der Ausgangspunkt für das nächste Ziel! Also ich befinde mich in diesem gottverdammten tiefen Tal, verzweifelt und doch auf der Suche nach neuen Kräften, die mir die Möglichkeit eröffnen, den Weg weiter zu gehen. Weiter…unbeirrt voran zu schreiten…den Aufstieg des neuen Berges zu bewerkstelligen. Neue Kräfte sammeln, die mir dieses möglich machen…. Ich mache mich also an den mühseligen Aufstieg, in froher Erwartung der Aussicht, die ich von dort oben habe. Neugierig, wie der Blick von dieser Bergspitze wohl ist. Was erwartet mich dort?
    So ist das Leben! Immer in Bewegung! Natürliche Naivität?

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    • gebrocheneslicht schreibt:

      Liebe Romana,
      eine sehr schöne Geschichte. Darf ich sie weitererzählen, nach 5. Mose 34?
      Nach einem Leben voller Erfolge und Irrtümer, Widerstände und Kämpfe, Gottesbegegnungen und Verzweiflung, Einsamkeit und Gemeinschaft steht Mose auf dem Berg Nebo und schaut hinüber ins Gelobte Land. Das Ziel seines Lebens, seines Volkes, er sieht es, aber er wird nicht hinkommen. So vollendet sich sein Leben, seine Aufgabe ist erfüllt. Und er stirbt alt und lebenssatt und wird versammelt zu seinen Vorfahren.
      Ein gelungenes Leben?

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      • Romana schreibt:

        Ein Lebenssattes Leben, erfüllte Aufgaben, das Ziel vor Augen, ein Bild das mir sehr gefällt. Es sollte für uns alle -jeden einzelnen von uns- ein erstrebenswertes Ziel sein. Erfolge, sowie auch Niederlagen, lassen uns wachsen und sorgen dafür das wir in Bewegung bleiben. Positives und Negatives in Einklang bringen, das ist das Ziel. Als Wegbereiter, ja das ist ein gelungenes und erfülltes Leben.

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  8. Ralf Liedtke schreibt:

    Lieber Erik,

    Dein Blog entwickelt sich Woche für Woche weiter. Der „Baum“ verzweigt sich mit seinen Wurzeln. Und Du selbst als „Gärtner“ oder Pfleger dieses Baumens bist es, der das tatkräftig vorantreibt.
    Das macht mir Freude, weil Du Dich so ganz aktiv dem Leben weiter stellst.
    Und in Deinen Beiträgen vermag ich, einiges für mich auch neu und unerwartet zu erfahren.
    Auf der anderen Seite spüre ich, dass mir diese sich immer weiter verästelnde Struktur zu unübersichtlich wird. Für mich persönlich lag gerade in der einfachen aber sehr klaren Struktur zu Beginn der ganz besondere Reiz – „Weniger ist mehr!“.

    Lieben Gruß

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    • gebrocheneslicht schreibt:

      Lieber Ralf, vielen Dank für den Hinweis. Wenn man täglich dran arbeitet, erscheint einem alles so logisch. Nach wie vor bin ich im Prinzip bei den zwei ursprünglichen Themen geblieben. Die Erfahrungen aus den Exerzitien in Bingen könnten auch unter „spirituell unterwegs“ laufen. Da sie aber ein rundes Thema bilden, habe ich daraus – um der Übersichtlichkeit willen 🙂 – ein eigenes Untermenü erstellt. Das Thema „Atheismus“ könnte in der Nachfolge der AfD-Reihe stehen, ist für mich aber thematisch zwischen Spiritualität und Gesellschaft angesiedelt – deshalb auch ein neues Menü. Und die Ansprachen & Co sowie Empfehlungen sind etwas zum Vertiefen und Stöbern, aber keine Blogs.
      Aber habe ich damit Deine Kritik und Anregung überhaupt richtig verstanden?

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  9. Ralf Liedtke schreibt:

    Lieber Erik,

    ich habe den Austausch mit Dir, seit wir uns näher kennen und dies empfinde ich bis heute, stets gemocht und als wirkliche Bereicherung für mich empfunden! Ich fühlte mich bestätigt, ernstgenommen, wertgeschätzt auf gleicher Ebene, bereichert, zuletzt bisweilen auch provoziert! Und gerade dieses gab mir die Impulse, meine Selbstklärung voran zu treiben.Das war und bleibt einfach gut! Danke!

    Und da Du direkt an anderer Stelle nachgefragt hast, versuchte ich dort zu antworten.Dies war mir wichtig, weil mir dieses großartige Projekt sehr mit am Herzen liegt. So habe ich parallel – learning by doing – heute den einen und anderen Beitrag wieder aktiv eingebracht.

    Was mir dabei klar geworden und mir persönlich an diesem Blog besonders wichtig ist, dass dieser eine großartige Plattform für einen lebendigen Diskurs, offenen Dialog ganz unterschiedlicher Menschen bietet und Du tolle Impulse setzen kannst.

    Das ist für mich der besondere Mehrwert und ich wünschte, gerade dieses bliebe so erhalten!

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  10. Björn Reinhardt schreibt:

    Moin, Herr Pastor.

    Long Time no see. Und da ich gerne Themenspezifische Songs poste, hier eine weitere Hörprobe aus meinem Rucksack mit Akustik. Viel Vergnügen! Ich drücke weiter die Daumen…und die des Nachbarn gleich mit (einfach so) 😅

    Lohnt sich.

    Bin bei Dir….Rutsch mal n Stück, Ute. 😉
    So, Arsch zusammenkneifen und weiter. Den Sausack kriegen wir schon, Erik.

    Grüße aus dem Köbenbusch

    Björn

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  11. Ewald Hoff schreibt:

    Ich habe eben erfahren der Erik Thiesen hat einen Blog, also mußte ich dort hin. Nur mußte ich dann aber auch von diesem Krebs erfahren, es hat mich schon arg betroffen gemacht.
    Es gefällt mir sehr wie Sie und Ihre Frau damit umgehen.
    Ich bin damals wieder von Kirchens weggegangen und zurück in die „freie“ Wirtschaft, das Gespräch mit Ihnen hat mir damals sehr geholfen.
    Ich weiß nicht ob sie sich noch an mich erinnern, damals war ich Küster in der Kirchengemeinde Eirene.
    Ihr Ewald Hoff
    PS. Ich werden mir diesen Blog von nun an häufiger „reinziehen“.

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  12. Christian Tiedt schreibt:

    Lieber Erik,
    Gestern (Karfreitag) war ich im Gottesdienst bei Daniel (Birkner). Er sprach in seiner Predigt auch über die „Karfreitage in unserem Leben“. Das hat mich berührt; erinnerte er mich damit doch an meine eigenen „Karfreitage“, also Tage oder Lebensphasen der Klage und Trauer. Und ich fühlte mich dabei an dieses sprachgewaltig geschriebene Buch „ Gott braucht dich nicht“ von Esther Maria Magnis erinnert, das ich in der Osterzeit vor zwei Jahren gelesen hatte, vielleicht kennst Du es bereits. Es geht um Gott und Leid und Schmerz und Liebe und all diese Dinge und passt damit – wie ich finde – gut zu Deinem Blog „Gebrochenes Licht“. Magnis wächst in einer ökumenischen Familie, aber katholisch geprägt auf. Über den Glauben ihrer Kindheit schreibt sie „Ich mochte Gott. In der Kirche war er mir oft langweilig, aber ich fand ihn grundsätzlich sehr interessant. Er schien etwas Wahnsinniges zu haben und etwas sehr Zartes. Er hatte offenbar den wilden Johannes in der Wüste gerne, der wie ein Sittenstrolch halbnackt mit einem Kamelfell rumrannte und rumbrüllte und Heuschrecken kaute. Und er schien den ekelhaft verrückt besessenen zu mögen, der vollkommen wahnsinnig war.“ Manchmal hatte ich dann wieder das Gefühl, dass er eine Brille trug, einen Dutt und zusätzlich einen langen Bart und leer vor sich hin glotzte […] ich fand ihn dann einfach nur spießig und blöd“. Im Alter von fünf oder sechs Jahren machte Magnis dann in Spanien am Strand die Erfahrung von Gottes ANWESENHEIT, die ihr fortan als Kind als eine Selbstverständlichkeit erschienen war: „Ach, du bist Gott? Das ist Gott? Und weil ich ihn so lieb fand in seiner Zuneigung, hob ich meine Hand vom warmen Stein und winkte ihm ein bisschen zu.“ Während sie als Kind noch ganz intuitiv den Zugang zu Gott erfahren hatte (Matthaeus 18:3), verliert sie diesen in der Pubertät weitgehend wieder: „Es war in diesem Alter, so mit dreizehn, vierzehn, als ich irgendwie begann, mich leise von Gott zu trennen. Eine Trennung ohne Winken, ohne tschüß zu sagen. Als stünden wir am Flughafen auf einem dieser Transportbänder. Wir schauten uns an und werden in entgegengesetzte Richtungen fortgetragen.“ Später, mit 17 Jahren, wendet sie sich dem Glauben und der Kirche wieder zu reibt sich, arbeitet sich ab und verliert ihre Beziehung zu Gott über den erlebten Schmerz, die Wut und die Trauer über den zu frühen Tod von Vater und Bruder fast, um schließlich und trotz alledem Gott wieder in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. Was Magnis schreibt, hat mich tief berührt, es wirkt auf mich authentisch und ehrlich und mutet mir als Leser auch einiges zu. Sie schreibt: „Gott ist schrecklich. So schön er auch ist – so unendlich tief seine Liebe und Zuneigung zu den Menschen sein mag. Ich erschrecke vor Gott. Und die Schrecken aus der Zeit damals lassen mich in meinen Gebeten immer noch humpeln […]. Gott hat sich in dieser Welt am Kreuz hinrichten lassen. Das gehört zu den dreckigsten Todesarten, die es gibt. Und Gott hat zugelassen, dass mein Bruder sich zu Tode erschrak. Und Gott hat gesagt, dass jeder sein Kreuz in dieser Welt auf sich nehmen und ihm nachfolgen soll. Es war nie die Rede davon, dass es hier witzig wird. Es war nie die Rede davon, dass uns allen die Sonne aus dem Arsch scheint. Unser Glaube, der Glaube der Christen, hat einen Schrecken. Unser Glaube macht „BUH“! Unser Glaube hat in sich das Wissen um den ganzen Dreck der Welt. Und erst dann kommt die Frohe Botschaft“.

    Lieber Erik, ich denke an Dich und bete für Dich und wünsche Dir und Deiner Familie in diesen wechselvollen Zeiten ein frohes Osterfest!

    Christian

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  13. Britta Hemshorn de Sánchez schreibt:

    Lieber Erik, ich denke heute und nächste Woche besonders an Dich, an Euch.
    Ich wünsche Euch die Kraft, die in diesem Gedicht von Hilde Domin steckt:

    Nicht müde werden
    sondern dem Wunder
    leise
    wie einem Vogel
    die Hand hinhalten.

    Wunder überraschen uns, manchmal sind es nicht die Wunder, die wir erwatrten, sondern andere. Ich wünsche Dir sensible Wunderantennen und viel Kraft zur Genesung!
    Liebe Grüße Britta

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  14. Sabine schreibt:

    Lieber Erik,
    danke für Deine Überlegungen zur AfD, die mir natürlich zu denken geben. In der öffentlichen Auseinandersetzung scheint da viel zu fehlen, aber auch als Privatmenschen haben „unsereins“ als leidlich gebildete Leute wohl kaum einen Zugang. Die entsprechenden Leute kommen wahrscheinlich kaum in eine Kirche (oder zu einer Dichterlesung…) Man kann sie aber, wie Du sagst, vielleicht auf Feten oder entfernten Familienfeiern treffen. Aus meinen 20-jährigen Dorfzeiten zw 1988 und 2004 denke ich manchmal: vielleicht gehts zuerst darum, was man teilt. Fußball, Kochrezepte, Ärger übers Wetter … Wenn sich da ein Mindestmaß an Übereinstimmung herstellt, geht vielleleicht mehr Reden? Manchmal denke ich, e in s der Probleme fängt auch banal damit an, dass „man“ sich kaum mehr begegnet wie in Dörfern, die zwar nicht toll sind – aber manchmal muss man sich da miteinander verständigen….
    Gute Wünsche Dir und Ute, herzlich,
    Sabine

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    • gebrocheneslicht schreibt:

      Liebe Sabine, genau diese Erfahrung habe ich auf dem Dorf auch gemacht. Ich glaube auch, dass es uns einfach schwer fällt zu akzeptieren, dass andere Menschen eine völlig andere Vorstellung von der Wirklichkeit haben. Meistens setzen wir unsere Mindeststandards, wie man „vernünftig“ miteinander reden sollte – und wenn der andere sich nicht daran hält, dann ist das Gespräch zu Ende, ehe es begonnen hat. Wie das geht, habe ich sehr schön auf einem anderen Blog gefunden.
      Wie kann man dann aber Voraussetzungen schaffen, dass man trotzdem zueinander kommt? Oder muss man irgendwann einfach akzeptieren, dass es nicht möglich ist – wie ich selbst auch in diesem Blog hier und da schon erlebt habe?
      Eine für mich sehr spannende Frage. Ich bleibe dran.
      Herzlichst
      Erik

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