Unbeschwert laufen

Ich träumte, dass ich an der Kirche vorbei unbeschwert ins Gehege laufe – und fragte mich noch im Traum, was an dieser Szene nicht stimmte. Und als ich aufwachte, wusste ich es natürlich: Das letzte Mal, als ich unbeschwert gelaufen bin, war am 15. März 2015. Der Tag, an dem man mir sagte, ich hätte eine „Raumforderung“ im Rachen – zu deutsch: Krebs. Seitdem bin ich nie mehr 7 km am Stück gelaufen – für jemanden, der sich als „aktiven Nichtsportler“ beschreibt, eine Marathon-Strecke.

Heute bekomme ich Atemnot, wenn ich nur etwas zügiger spazieren gehe. Und ich kann manches Positive in meinem Leben heute entdecken – Unbeschwertheit gehört allerdings nicht mehr dazu. Weiterlesen