Fast normal

Der Umzug und die Bestrahlungen liegen hinter uns. Die Anstrengungen stecken uns noch in den Knochen, aber wir blicken nun nach vorne. Erst in zwei Monaten ist die nächste Nachsorge – Anfang September wird es wieder spannend.

Jetzt aber kann erst einmal fast so etwas wie Normalität einkehren. Am vergangenen Freitag hatten wir unsere Nachbarn zu einem „Tag der Offenen Tür“ eingeladen und viele nette Menschen kennengelernt. Die Wohnung wird auch langsam zu unserem Zuhause. Und die ersten beruflichen Kontakte zu meiner alten neuen Gemeinde habe ich auch schon geknüpft.

Neu, weil ich ihr zugeordnet bin, und alt, weil meine Zeit als Gemeindepastor zu Ende ist. Und Ende des Monats wird dies auch mit einem Gottesdienst gefeiert. Weiterlesen

Raum-Wechsel

Vor einigen Tagen musste ein Freund von seiner Mutter Abschied nehmen. Er schrieb: Was ihn getröstet habe, sei das Bild, dass wir nicht weggehen, sondern nur den Raum wechseln. Er bezog diesen Gedanken auf seine Mutter wie auf unsere Situation.

Dahinter steht der Gedanke, dass wir in allen Wechselfällen des Lebens und selbst im Tod uns selbst nicht verlieren. Nicht unsere Umgebung macht uns aus. Der Freund schrieb: „Das, was wirklich wichtig ist, habt Ihr in Euren Herzen.“ Und bei aller Skepsis, allen Zweifeln und aller Unsicherheit – wir spüren einen Grund, der uns durchträgt. Weiterlesen

Lichtblick der Woche

Wir ziehen in dieser Woche um. Diesen oder jene fragten wir vorsichtig, ob sie mal helfen könnten. Lichtblicke waren:

„Morgen früh um 09.00h steh ich vor der Tür.“ (Heinz)
„Großartig, endlich kann ich mein Ikeadiplom erweitern :-)).“ (Sabine)
„Ich fahre sowieso zu IKEA. Kann ich was mitbringen?“ (IM)
„Genau das mache ich immer gerne.“ (Sönke)
„Wenn außer uns keiner kommt, nehmen wir noch unseren Sohn mit.“ (Maren)
„Können wir noch helfen?“ (gefühlt hundert andere Bekannte, Freundinnen und Freunde)

Beitragsbild: (c) Erik Thiesen

 

Veränderungen

Aufmerksamen Leserinnen und Lesern des Blogs wird es nicht entgangen sein, dass die Besprechung zum Film „Von Menschen und Göttern“ über ein Kloster in Algerien vor Kurzem online gegangen ist. In einer Szene sagt ein Mönch: „Wir sind wie Vögel. Wir wissen nicht, ob wir weiterziehen.“ Und eine Frau antwortet: „Die Vögel sind wir. Sie sind der Baum. Wenn Sie fortgehen, wo sollen wir Kraft schöpfen?“

Diese Sätze haben für uns jetzt eine besondere Bedeutung bekommen. Denn wir werden zu Vögeln – wir ziehen weiter. Weiterlesen