Lichtblick der Woche

Segen sei mit dir, der Segen strahlenden Lichtes,
Licht um dich her und innen in deinem Herzen.
Sonnenschein leuchte dir und erwärme dein Herz,
bis es zu glühen beginnt wie ein großes Torffeuer –
und der Fremde tritt näher,
um sich daran zu wärmen.

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Johannes verabschiedete uns mit dieser Blume und den Worten: Die hat Potenzial, genau wie ihr.

So beginnt einer der schönsten irischen Segenssprüche – und wir haben es in den letzten beiden Wochen erlebt: Auf unserer Urlaubsreise durch Deutschland haben wir Verwandte, Freundinnen und Freunde besucht. Wir traten näher und haben uns an so manchem Torffeuer gewärmt. Gut, wir waren keine Fremden, haben aber geredet und gelacht, gegessen und getrunken. Wir sind uns begegnet. Uns wurde warm. Wir waren uns nahe, manchmal auch neu und überraschend. Es war eine wunderschöne Zeit.

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Und diese Straßenbahn fuhr in Halle an uns vorbei.

Danke, Inke, Friedrich, Nicola, Johannes, Mirjam, David, Ottmar, Margit, Eckhard, Ruth, Ingrid und Ralf.

 

Leider auserwählt

Eine Predigt zum Dankgottesdienst am 23. Juli 2017, dem 6. Sonntag nach Trinitatis, zur Verabschiedung aus dem Gemeindepfarramt und Einführung in die neue Stadtteilpfarrstelle
Text: 5. Mose 7, 1-11

Liebe Gemeinde!

Vor einer Woche war ich auf einem Familienfest und traf dort nach vielen Jahren die Cousine meines Vaters und ihren Mann wieder. Und sie erzählten mir ihre gemeinsame Geschichte. Wie er als Kind aus Schlesien fliehen musste und auf verschlungenen Wegen nach Bielefeld kam. Und wie er dort von einem Mädchen hörte, das aus Steinfeld bei Süderbrarup kam – das liegt rechts oben in Schleswig-Holstein. Und wie sie dazu kamen, dass sie sich einmal verabreden wollten und sich auf dem Hamburger Hauptbahnhof trafen, Bahnsteig 1, und als sie sich zum ersten Mal sahen, da wussten beide: Das ist meine Auserwählte, mein Auserwählter. Und weil sie beide fromme Menschen sind, erzählten sie mir mit leuchtenden Augen: Hat Gott uns nicht wunderbar geführt? Weiterlesen

Künstlicher Segen?

Ute war in Wittenberg und ist auf den Segens-Roboter getroffen. Und sie erzählte, dass diese persönliche Begegnung sie etwas mit ihm versöhnt hat.

Genau genommen war nicht der Roboter die Ursache, sondern die ehrenamtliche Mitarbeiterin, die sie dort sensibel und freundlich angesprochen hat. Sie erklärte Hintergrund und Möglichkeiten der Installation und deren Grenzen. Das Angebot, den Roboter in den Segen einzubeziehen, war völlig offen. Weiterlesen

Der Segen Gottes sei mit dir

Ute ist wieder zurück aus Wittenberg und hat jetzt eigene Eindrücke vom Segensroboter gewonnen, die wir demnächst hier reflektieren. Inzwischen hat mich BlessU 2 dazu angeregt, mir noch einmal bewusster zu machen, was der Segen für mich ist. 

Zunächst aber möchte ich sagen, was er nicht ist: Er ist keine magische Handlung. Durch den Segen passiert objektiv – nichts. Nichts, was man sehen oder messen kann oder plausibel erzählen oder gar beweisen. Weiterlesen