So schön wie hier

Wer findet den Fehler? Es war Peter, beruflich eher naturwissenschaftlicher Hintergrund, der bei seinem letzten Besuch darauf hinwies, dass der Satz von Christoph Schlingensief irgendwie merkwürdig ist: „So schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein.“ Der Himmel – egal, ob wir christlich angehaucht sind oder Hardcore-Atheisten – steht für das Schöne an sich: „Wie im Himmel“ heißt der berührende schwedische Film. Verliebte sind gar im „7. Himmel“. Und „einfach himmlisch“ waren die Weihnachtskekse von Schwiegermutter, die unsere Tochter nun kongenial nachbackt.

Und „hier“, auf der Erde, ist die Lage doch eher gemischt. Schlingensief gab diesen Satz seinem Bericht über seine Krebserkrankung, der er nach fünf Jahren erlag. Und die auch bei ihm von jeder Menge unangenehmer Therapien und vor allem immer der Aussicht auf den Tod begleitet war. Und trotzdem: „So schön wie hier…“

Aber er hat auch nicht geschrieben: Auf der Erde ist es schöner als im Himmel. Diese Aussage könnte man zu Recht bezweifeln, denn der Himmel… siehe oben.

Ich könnte zum Beispiel aus voller Überzeugung sagen: „So schön wie in Niendorf kann’s in Spannbrück gar nicht sein.“ Ich weiß, wovon ich rede, denn ich komme von da. Mein Bruder, der immer noch von da kommt, sagt dagegen mit derselben Überzeugung: „So schön wie in Spannbrück kann’s in Niendorf gar nicht sein.“ Und wer hat nun recht?

Natürlich beide. Denn wir sagen nichts über die schönere Schönheit der Orte an sich. Sondern über unsere Beziehung zu unserem Ort. Der „Hamburger an sich“ weiß natürlich, dass unsere Stadt die schönste der Welt ist. Auch wenn internationale Rankings etwas anderes behaupten, und eins sogar München bevorzugt. Ausgerechnet München! Na gut…

Schlingensief sagt also im Grunde nichts über den Himmel, sondern alles über sein Verhältnis zur Erde: Er lebt gerne, und zwar weil das Leben so schön ist. Schöner als im Himmel. Trotz aller Gegengründe, die auch er zur Genüge hat.

Und das heißt auch: Er will nicht dorthin. Zumindest noch nicht. Und er schreibt im Vorwort: „Nicht zuletzt wünsche ich der Kirche, dass sie aufhört, uns mit den Geheimnissen des Jenseits unter Druck zu setzen. Das Leben ist zu schön, um uns Menschen permanent mit kommendem Unglück zu drohen. Gottes Liebe und Hilfe – egal, wer oder was das auch sein möge … manifestiert sich vor allem in der Liebe zu uns selbst! … Wir sind ganz einfach wunderbar. Also lieben wir uns auch mal selbst. Gott kann nichts Besseres passieren.“ (Seite 11) 

Nach der Diagnose setzt er sich intensiv mit seiner Krankheit auseinander. „Mal wütend und trotzig, mal traurig und verzweifelt, aber immer mit berührender Poesie und Wärme umkreist er die Fragen, die ihm die Krankheit aufzwingen: Wer ist man gewesen? Was kann man noch werden? Wie weiterarbeiten, wenn das Tempo der Welt plötzlich zu schnell geworden ist? Wie lernen, sich in der Krankheit einzurichten? Wie sterben, wenn sich die Dinge zum Schlechten wenden? Und wo ist eigentlich Gott?“ So steht es im Klappentext.

Trotz – oder wegen? – seiner Krankheit arbeitet er an einer Vision: Ein Operndorf in Afrika. In der Nähe von Ougadougou, Burkina Faso. Ein internationales Kultur- und Begegnungszentrum. Abgedreht, menschenfreundlich und „eines der gegenwärtig interessantesten Kulturprojekte weltweit“ (Chris Dercon).

Genauso verstehe ich auch den Titel der Biographie des chilenischen Dichters Pablo Neruda: „Ich bekenne, ich habe gelebt.“ Als Aussage ist er banal: Dass jemand gelebt hat, muss man nicht bekennen. Das gilt für alle Lebewesen. Aber gerade durch dieses Wort „ich bekenne“ wird die Aussage großartig und geheimnisvoll. Sie beschreibt in fünf Wörtern ein Leben voller Hingabe und Lust, Neugier und Leiden – und der Liebe zum Leben und zu seinem Land.

Von seiner Rückkehr aus Europa schrieb er: „Gegen Ende 1943 kam ich wieder nach Santiago. „Ich richtete mich im eigenen … Haus ein … und begann nochmals das schwierige Leben. Von neuem ging ich auf die Suche nach den Herrlichkeiten meines Vaterlandes, der starken Schönheit der Natur, dem Zauber der Frauen, der Arbeit meiner Gefährten, der Intelligenz meiner Landsleute.“ Und beschreibt dann auch deren überaus schwere Lebensbedingungen.

Bis zum Schluss blieb er seinen Überzeugungen treu, setzte sich für die Menschen ein und schrieb seine Gedichte. Er lebte sein Leben.

Ich bin weder Künstler wie Schlingensief noch dichtender Politiker wie Neruda. Aber in ihren Überzeugungen bin ich ihnen nahe: „Ich bekenne, ich habe gelebt“, und so will ich weiterleben, denn „so schön wie hier kann’s im Himmel gar nicht sein.“

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Beitragsbild: pxhere, Torres del Paine, Chile

Kritisch: der Volkstrauertag

 

Der Krieg war 12 Jahre vorbei, als ich geboren wurde. Mein Großvater war damals bei den Besatzungstruppen in Dänemark und desertierte, ehe er an die Ostfront kam. Mein Vater war ein „weißer Jahrgang“ und hatte weder mit der Wehrmacht noch der Bundeswehr zu tun. Das Einzige, was ich in meiner Kindheit und Jugend mit dem Krieg verband, war ein Bombentrichter auf unserem Land.

Erst im Vikariat habe ich zum ersten Mal bewusst den Volkstrauertag gefeiert, am Ehrenmal mit Kranzniederlegung, Rede und „Ich hatt‘ einen Kameraden“. Ich konnte herzlich wenig damit anfangen. Bis heute kann ich keinen Sinn darin sehen, dass so viele deutsche Soldaten und Zivilisten im 2. Weltkrieg gestorben sind.

In Niendorf musste ich dann bald selbst die Ansprache zum Volkstrauertag halten. Ich formulierte sehr vorsichtig, und doch waren Angehörige von Gefallenen und ehemalige Wehrmachtssoldaten enttäuscht. Sie hatten erwartet, dass ich den Kampf als „Vaterlandsverteidigung“ rechtfertigte. Mahnmal

Dabei hatte sich die Niendorfer Tradition schon von Anfang an von der des „Heldengedenktags“ verabschiedet. Ich lernte schon früh von meinem Kollegen Pastor Trunz, dass wir hinter der Kirche kein Ehrenmal, auch keinen Gedenkstein und schon gar kein Kriegerdenkmal haben, sondern ein Mahnmal. Unser Vorgänger Claus Seebrandt hatte es gemeinsam mit dem Niendorfer Hans Wullenweber errichten lassen und auf der Inschrift bestanden: „Schaffet Frieden“.

Damals wurden an diesem Mahnmal nach meiner Erinnerung vier Kränze niedergelegt – von der CDU, den Sozialverbänden, den Reservisten und der Freiwilligen Feuerwehr. Das passte zu meiner Vorstellung einer eher konservativen Veranstaltung. Dann aber hörte ich aus Lokstedt, dass die Vereine sich auf einen gemeinsamen Kranz verständigt hatten. Bildergebnis für niendorf volkstrauertagDiese Idee fand ich stark, und bald hatten wir sie auch in Niendorf umgesetzt.

Unser Motto ist seitdem gleich geblieben: Gedenken der Opfer – Mahnung zum Frieden. Auf der Kranzschleife sind nun die unterschiedlichen Niendorfer Parteien und Vereine vereint und machen deutlich: Wir gehen unterschiedliche Wege, haben aber ein gemeinsames Ziel: den Frieden.

Die Ansprache hält seitdem auch nicht mehr der Pastor, sondern ein Vertreter oder eine Vertreterin der Vereine und Verbände: Sie hielten persönliche und nicht selten sehr bewegende Reden: Die Feuerwehr würdigte seinerzeit das Engagement der Kameraden beim Anschlag auf das World Trade Center, die Behinderten-AG und der SoVD warben um Integration, die Reservisten erinnerten daran, dass sich auch heute deutsche Soldaten in gefährlichen Einsätzen befinden. Der Bezirksamtsleiter machte das gemeinsame Engagement für den Frieden zum Thema, und eine Jugendliche berichtete von ihrem Einsatz mit dem Volksbund dt. Kriegsgräberfürsorge in Polen – und wie sie Versöhnung mit einem alten Kriegsteilnehmer erlebt hat.

Auch wenn der Feiertag schon etwas angestaubt und die Teilnahme gerade von Jugendlichen eher übersichtlich ist – das Anliegen ist und bleibt aktuell. Es gibt zwar immer weniger Menschen, die den Krieg noch erlebt haben. Doch zu uns kommen andere, die vor ihm fliehen, aus Afghanistan oder Ostghuta, Jemen oder Kongo, vor Leid, Schmerz und Tod. Es lohnt jeden Einsatz, den Frieden zu bewahren und zu schaffen. Und am Volkstrauertag erinnern wir uns daran, dass wir uns in diesem Ziel einig sind.

 

Zuhause

William Somerset Maugham hat einmal geschrieben: „Ich glaube, dass manche Menschen fern von ihrer wahren Heimat geboren werden. Der Zufall hat sie in eine bestimmte Umgebung gestellt, aber sie haben immer Heimweh nach einem unbekannten Land … Bisweilen stößt ein Mensch auf einen Ort, dem er sich geheimnisvoll verbunden fühlt. Hier ist die Heimat, die er sucht; … Hier findet er endlich Ruhe.“

In diesen Worten steckt für mich eine tiefe Weisheit. Aber sie ist nur die halbe Wahrheit. Das lernte ich schon im ersten Semester meines Studiums. Ich wohnte damals im Wohnheim in Neuendettelsau. Auf demselben Gang hatte auch Thomas sein Zimmer, Norddeutscher wie ich. Und bei ihm war immer etwas los. Einen Grund erkannte man sofort, wenn man bei ihm zu Besuch war: In seinem Wohnheimzimmer war es – im Gegensatz zu vielen anderen und auch meinem – sehr gemütlich. „Wie machst du das“, fragte ich ihn. Und er riet mir: „Mache den Ort, an dem du wohnst, zu deinem Zuhause.“

Diesen Rat habe ich immer zu beherzigen versucht. Ich war an vielen Orten zuhause, manchmal nur ein paar Monate, manchmal viele Jahre. Ich war Berliner und Basler und Waabser. Und heute bin ich Niendorfer. Und ich erkannte: Dieses Prinzip gilt nicht nur für Orte. Sondern auch für den Beruf.

Ich habe das große Glück, den Beruf ausüben zu können, der mir liegt, der mir Spaß macht und einfach zu mir passt. Aber immer wieder war es auch eine bewusste Entscheidung, die vor mir liegenden Aufgaben zu erfüllen und mit ganzem Herzen bei der Sache zu sein.

Das fing schon im Studium an. Ich habe Kollegen kennengelernt, die die Ausbildung nur als Durchgangsstation zum Pfarrberuf verstanden haben. Das war für mich anders. Die Studentenzeit hatte ihren Wert in sich, hatte ihre eigenen Gesetze, Freiheiten und Ziele. Ich war gerne Student.

Und bin nun gerne Pastor. Nicht immer passte alles gut zusammen. So wie in Eppendorf zum Beispiel. Dann musste es passend gemacht werden. Und wir kamen nach Niendorf. Wir hatten den Ort gefunden, dem wir uns geheimnisvoll verbunden fühlten.

Trotzdem gab es auch hier Phasen, in denen wir mit der Gemeinde fremdelten und uns wieder aneinander annähern mussten. Zu manchen Menschen mussten wir etwas auf Abstand gehen, zu anderen wurde die Beziehung sehr intensiv. Manche Aufgaben lagen mir nicht so, andere gingen mir leichter von der Hand.

Immer wieder haben wir nachjustieren müssen. Manchmal haben wir uns überfordert, manchmal sind wir hinter unseren Möglichkeiten zurückgeblieben. Immer hatten wir aber das Gefühl: Hier in Niendorf, hier sind wir richtig. Und das gilt offenbar für unsere ganze Familie.

Zuhause zu sein und gleichzeitig Sehnsucht zu haben – ist das nicht geradezu die Grundbedingung des christlichen Lebens? Sich in dieser Welt wohlzufühlen und gleichzeitig unruhig zu bleiben, nach einer besseren Welt Ausschau zu halten, die ruhig schon in unserem Leben Wirklichkeit werden kann. Ein bisschen zumindest.

Caring Community

Ein Kirchengemeinderatstag

Die Kirchengemeinde Niendorf hatte es nicht leicht in den letzten Jahren. Das Personalkarussell hat ordentlich rotiert. Nicht nur im Pastorenkreis, sondern auch in der Kirchenmusik und der Jugendarbeit. Bau- und Finanzfragen, Friedhof und Jubiläum, Internet und Gemeindebrief, überall gab und gibt es Handlungsbedarf. Da ist es nicht leicht, den Blick über den (Teller-)Rand der Gemeinde zu werfen. Und so ist die Arbeit an einem Leitbild vor einigen Jahren wieder eingestellt worden. Größere Würfe hatten es eben schwer.

Bis vor wenigen Monaten. Mitarbeitende nahmen an einer Fortbildung über „Caring Community“ teil, der Begriff wurde in die Ausschreibung der Pfarrstelle aufgenommen, und am letzten Sonnabend gab es dazu einen Kirchengemeinderatstag. Weiterlesen

Nach Niendorf

Die erste Woche des zweiten Monats des Jahres 1991 gehört zu den denkwürdigen in meinem Leben.

Montag: Kirchenvorstandssitzung in St. Martinus. TOP 1: Antrag der Gemeindeversammlung: Die Pfarrstelle ohne Ausschreibung mit P. Thiesen zu besetzen. Doch trotz des Votums der Gemeindeversammlung, trotz der ersten Erfolge in der Gemeindearbeit verkündete ich meinen Verzicht auf die Stelle. Zum einen hatten sich die Mehrheitsverhältnisse im Kirchenvorstand nicht verändert. Vor allem aber fühlte ich mich durch die Diskussionen um meine Person in der Gemeinde nicht mehr so wohl. Und deshalb orientierten wir uns im Gesetz- und Verordnungsblatt auf dem – damals nicht sehr üppigen – Stellenmarkt und fuhren in Hamburg herum, auf der Suche nach einer Pfarrstelle, die sowohl eine attraktive Gemeinde, einen lebenswerten Stadtteil, eine akzeptable Wohnsituation als auch eine Nähe zum Grindelviertel, Utes Arbeitsort, zu bieten hatte. Da musste also viel passen, und das war gar nicht so einfach.

Dienstag: Bewerbungsgespräch in Niendorf. Außer mir hatten sich noch drei weitere Pastoren beworben. Der Plan war, zwei von uns zu einer Vorstellungspredigt einzuladen und von diesen beiden dann einen zu wählen. Die Atmosphäre war freundlich, und ich hatte auch ein gutes Gefühl – bis das Gespräch auf die Situation in Eppendorf kam. Danach war ich mir nicht mehr so sicher.

Mittwochabend: Der Tag war anstrengend gewesen, abends noch die Teestube, und nachdem ich meinen Abschied aus der Gemeinde öffentlich gemacht hatte, fehlte mir auch die letzte Motivation für die Arbeit. „Dann stell dich doch schon mal auf Niendorf ein“, meinte Ute, als ich nach Hause kam. Ich bedankte mich für die Aufmunterung und erinnerte sie an den geplanten Auswahlprozess. Als sie es aber nochmal sagte, da fing ich an zu begreifen. Und tatsächlich: Propst Rogmann hatte angerufen. Ich war gewählt, ohne Vorstellungspredigt. Der Wunsch des Kirchenvorstands war eindeutig gewesen.

Es war ein überwältigendes Gefühl. Und obwohl Ute schwanger war, machten wir einen Sekt auf. Manchmal muss es eben Mumm sein.

An diesen Sekt erinnerten wir uns übrigens, als wir in der vorletzten Woche einen Freixenet aufmachten, nachdem wir das Ergebnis der PET/CT erfahren hatten.

Niendorf sollte es also werden.

Der erste Eindruck, der sich mir von meiner neuen Gemeinde eingeprägt hat, war übrigens nicht die Kirche. Ich erinnere mich, wie ich nach einem Besuch in der Promenadenstraße bei meinem Vorgänger Wolfgang Voigt den Sootbörn zwischen Friedhof und Flughafen entlang fuhr und das Gefühl hatte, schon auf dem Land zu sein. Und so ungefähr war es ja auch, im Vergleich zum städtischen Eppendorf.

„Irgendwie sind wir ja auch ein Dorf“, heißt es bis heute in Niendorf. Das galt damals in den Neunzigerjahren umso mehr, als tatsächlich noch plattdeutsch gesprochen und verstanden wurde, inhabergeführte Geschäfte den Tibarg und vier Institutionen die öffentliche Wahrnehmung bestimmten: Freiwillige Feuerwehr, NTSV, das Wochenblatt und die Kirche. Kein Zufall also, dass zu unseren ersten Einladungen die zum jährlichen Grillfest der Feuerwehr gehörte.

Niendorf hat sich seitdem verändert, ist städtischer geworden. Es hat sich aber auch einen dörflichen Charakter bewahrt. Auch deshalb blieb für mich ein Grundgefühl, selbst in schwierigen Zeiten: Hier bin ich richtig.

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Beitragsbild: Neuer Niendorfer Friedhof, im Hintergrund die alte Schule am Sootbörn, im Bauhaus-Stil errichtet; die oberen Stockwerke mussten wegen des Friedhofs abgetragen werden; heute Künstlerhaus; von hh oldman, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56289835

Das Buch mit den sieben Siegeln

Mein Dank gilt allen, die bei „Zwischen Himmel und Erde“ über den Predigttext Offenbarung 5, 1-5 mitdiskutiert haben. Mein Dank gilt Timo Milewski, der den Gottesdienst im Immanuel-Haus gestaltete, Elme Brinkmann-Conring für die Musik, Reinhard Münster als Küster und allen, die dabei waren und mir einfach durch ihr Dasein Kraft und gute Laune gegeben haben.

Meine Aufgabe war es, die Begrüßung und die Predigt zu halten:

ImmanuelBegrüßung

Liebe Gemeinde, zu diesem Gottesdienst am 1. Advent begrüße ich Sie herzlich gemeinsam mit Timo Milewski. Timo wird den Gottesdienst mit dem Abendmahl gestalten, ich werde nur die Predigt halten. Der Grund ist die Chemotherapie, die morgen für mich in die 2. Hälfte geht. Wegen der Gefahr einer Infektion muss ich auch körperlich möglichst Abstand halten und bitte darum um Verständnis.

Advent – die Zeit der Erwartung, eine Zeit der Sehnsucht: dass in der Dunkelheit Lichter angezündet werden und es hell wird in unserer Welt und in unserem Leben. Dass wir, wenn es kalt wird, näher zusammenrücken und uns gegenseitig wärmen. Dass in einer Welt des Unheils das Heil größer und stärker sein möge. Weiterlesen