Lichtblick der Woche

Immer wieder werden wir darauf gestoßen, wie dünn das Eis ist, auf dem wir gehen. Was bedeutet die Hautverfärbung am Fuß? Unruhe. Am nächsten Tag ist sie verschwunden. Durchatmen. Aber die Atemnot – immer noch eine Nachwirkung der OP? Der Husten eine normale Erkältung? Oder doch eine gefährliche Immunreaktion? Und dann die Läsionen an Händen und Armen. Dr. Hezel war entspannt, aber…

Und dann wieder diese Kraft, die aus den Begegnungen kommt. Aus dem Formulieren neuer Gedanken. Aus einem ganz normalen besonderen Arbeitsalltag. Aus einem friedlichen Abendausklang zu zweit, mit unserer Spiri-Schale. Aus so vielen kleinen Kleinigkeiten.

Und dann spüren wir die Weisheit, die in der einfachen Erkenntnis Albert Schweitzers liegt:

Ich bin Leben, das leben will inmitten von Leben.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch immer wieder neu zu beherzigen.

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Albert Schweitzer lebte von 1885 bis 1965
Beitragsbild: By Bundesarchiv, Bild 183-D0116-0041-019 / Unknown / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5361572

Lichtblick der Woche

Dieses Pilgerlied schickte uns Johannes und machte uns damit Mut:

Gib mir Kraft für einen Tag,
Herr, ich bitte nur für diesen,
dass mir werde zugewiesen,
was ich heute brauchen mag.
Refrain: Gib mir Kraft für einen Tag,
Herr, gib mir Kraft für einen Tag!

Jeder Tag hat seine Last,
jeder Tag bringt neue Sorgen,
und ich weiß nicht, was für morgen
Du mir, Herr beschieden hast.

Aber eines weiß ich fest,
dass mein Gott, der seine Treue
täglich mir erwies aufs Neue,
sich auch morgen finden lässt.

Gib mir heute deinen Geist,
der mich hält mit dir verbunden,
dass das Band werde stark erfunden
und bis morgen nicht zerreißt.

Und so will ich meine Bahn
ohne Sorgen weiterschreiten.
Du wirst Schritt für Schritt mich leiten,
bis der letzte Schritt getan.

unbekannter Verfasser,
zitiert nach Gernot Candolini, Labyrinth, Claudius, München 2004, S.91