Lichtblick der Woche

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Es gibt aber kaum
ein beglückenderes Gefühl,
als zu spüren, dass man
für andere Menschen etwas sein kann.
Dabei kommt es gar nicht auf die Zahl, sondern auf die Intensität an.
Schließlich sind menschliche Beziehungen
doch einfach das Wichtigste im Leben;
daran kann auch der moderne „Leistungsmensch“ nichts ändern.-
Dietrich Bonhoeffer, Brief aus der Haft 1944

Diesen Lichtblick zeigte uns unsere Schwester und Schwägerin Inke, bei der wir gerade vier schöne Tage genossen haben.

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Das Beitragsbild zeigt Dietrich Bonhoeffer mit Schülern, von Bundesarchiv, Bild 183-R0211-316 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5436013

 

Von guten Mächten

Seit meiner Jugend kenne ich das Gedicht, zuerst in der Vertonung von Siegfried Fietz, dann auch in der Gesangbuchfassung von Otto Abel (EG 65). Dietrich Bonhoeffer hat es im Dezember 1944 geschrieben, aus der Haft und nur wenige Monate vor seinem Tod.

Immer und immer wieder habe ich es gesungen und zitiert, höre ich es an der Schwelle zum Jahr 2018 noch einmal ganz neu.

1. Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr. Weiterlesen

Eigentlich bin ich ganz anders…

… aber ich komme so selten dazu (Ödön von Horváth).

Nach den letzten doch sehr kritischen Blogs über das Reformationsjubiläum, das mir sogar ein Like eines Hardcore-Atheisten eingebracht hat, habe ich aus Bayern einen Vortrag von Prof. Ralf Frisch bekommen mit dem Titel „Hat die evangelische Kirche noch eine Zukunft?“ (hier als Podcast). Prof. Frisch lehrt an der Hochschule in Nürnberg und ist Theologischer Referent der bayrischen Kirchenleitung. Und wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann stellt er die These auf: Die evangelische Kirche löst sich auf, weil sie in ihrer Botschaft von allgemein humanistischen Aussagen kaum noch zu unterscheiden ist. Weiterlesen

Gott nuschelt

Es gibt einen Menschen in meinem Bekanntenkreis, der davon überzeugt ist, dass an den Horoskopen doch etwas dran ist. Genauso überzeugt ist er von seiner Vernunft und davon, dass es Gott nicht gibt.

Christen dagegen halten generell eher nichts von Horoskopen. Aber sie haben etwas Ähnliches. Es nennt sich „Herrnhuter Losungen“. Weiterlesen

Den Austausch fördern

Kirche im Dialog (5). Siehe Themensuche

Um mit Menschen außerhalb der Kirche in einen Dialog treten zu können, müsste man ja eine gemeinsame Sprache finden. Doch die religiöse Mundart verschwindet langsam. Manche Wörter werden gar nicht mehr verstanden oder bekommen eine andere Bedeutung. Wenn ich etwas fürs Wochenblatt geschrieben habe, sollte es ausdrücklich „nicht so kirchlich oder pastoral“ sein. Weiterlesen

Dialog oder Mission?

Kirche im Dialog (4). Siehe Themensuche

Dass der Vorsitzende des Säkularen Forums Hamburg, Prof. Helmut Kramer, ausgerechnet der Nordkirche ein vordemokratisches Dialogverständnis vorwirft, kann nur bedeuten, dass er entweder eine selektive Wahrnehmung hat, ein Feindbild braucht oder Lust an der Provokation hat. Trotzdem ist auch mir nicht ganz klar, mit welchen Voraussetzungen und Zielen die Kirche in den Dialog hineingehen will. Weiterlesen