Spiel mir das Lied vom Tod

Es gibt Frauen- und es gibt Männerfilme, definitiv. Ich weiß zwar nicht genau, „was Frauen wollen“Ich weiß aber definitiv, dass ich den Frauen – zumindest in meiner Familie – nicht mit „Die Hard“ und Bruce Willis kommen kann oder gar „Rambo II“ mit Sylvester Stallone. Solche Filme gehen nur gemeinsam mit meinem Sohn.

Und so hatten wir uns schon lange zu einer „Paten-Nacht“ verabredet. Es wurden zwei draus, denn schon die ersten beiden Filme dauerten Stunden. Um Religion geht es in dieser Mafia-Trilogie zwar nur am Rande – und wenn, wie in der „Taufszene“, in der Verbindung mit Gewalt -, aber wir haben es genossen.

Wir wiederholten unsere Filmnächte, erst mit der „Dollar-Trilogie“ und Clint Eastwood und dem Soundtrack von Ennio Morricone, dann mit dem sehr schönen Robert Redford/Paul Newman-Klassiker „The Entertainer“. Jetzt freuen wir uns noch auf „Spiel mir das Lied vom Tod“ – Soundtrack wieder von Morricone.

So ganz klar ist es mir nicht, warum wir Jungs auf solche Filme stehen. Sicher, sie sind gut gemacht. Aber bis auf den Entertainer sind sie auch ziemlich gewalttätig, die Dialoge nicht wirklich geschwätzig, die Inhalte archaisch: Rache, Ehre, Heldenmut. Werte, die traditionell den Männern zugeschrieben werden. Werte, die ich so im wirklichen Leben nur in ihrer gezähmten Weise leben will und kann. Aber sie sind offenbar ein Teil von mir.

Wie auch immer – sie verbinden mich auch mit meinem Sohn. Und wir haben zwar noch keinen Termin, um Sergio Leones Filmklassiker zu sehen. Aber er hat mich eingeladen. Heute abend in die Laeiszhalle, zu „The Best Of Ennio Morricone“. Ein tolles Weihnachtsgeschenk.

 

 

Der Pate und der Islam

Man muss nicht das Islambild der Beatrix von Storch von „barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden“ teilen, um Parallelgesellschaften skeptisch gegenüber zu stehen. Wie sie entstehen oder zumindest gefördert werden, habe ich auch vom Film „Der Pate I“ gelernt, gleich am Anfang:

(Die Synchronisation ist ungewohnt, das Original hier anzuhören.)

Integration gelingt nur da, wo die Minderheiten das Gefühl haben, nicht benachteiligt zu werden – ökonomisch, juristisch, religiös, wie auch immer. Deshalb: Der Islam gehört zu Deutschland – genauso wie die Bayern oder die AfD-Anhänger, die ja auch z.T. merkwürdige Traditionen und eine Tendenz zur Abschottung haben.

Übrigens: Differenzierter noch setzen sich mit dem Thema Parallelgesellschaften Wikipedia, ein Interview im Spiegel und ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung auseinander.

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Zum Beitragsbild: Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird Rainer Zenz als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben). –  CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=925746