Lichtblick der Woche

Manchmal wird ein fast normales Gespräch zum Lichtblick. Ein Gespräch, in dem eigentlich nichts Neues gesagt wird. Und das doch unerwartet ist und richtig gut tut. So wie Utes Besuch bei der Ärztin Frau Blank gestern. Eigentlich ging es um eine muskuläre Verspannung. Und dann fragte sie nach. Und dann fielen Sätze wie: „Was in zwei Jahren passiert, kann Ihnen doch niemand sagen. Der Krebs muss doch nicht wiederkommen. Bis dahin ist in der Forschung doch wieder so einiges passiert.“ Und auch wenn wir wissen, dass sie auch nicht mehr weiß als wir – wenn das eine Ärztin sagt…

Und dann persönlich: „Sie machen das ganz großartig zusammen, Sie sind doch so dicht. Und was auch immer Sie irgendwann entscheiden, es wird immer eine gemeinsame Entscheidung sein und es wird sich richtig anfühlen, wo immer die Reise hingeht. Und das kennen Sie doch selber, dass man durch ein tiefes Tal geht und es dann wieder heller wird.“

Ja, wir wissen es. Aber im Tal ist es gut und manchmal nötig, wenn da jemand ist, der einen antippt und auf das Licht hinweist.

Lichtblick der Woche

Der letzte Chemo-Zyklus ist angebrochen. Noch ist es anstrengend. Aber Mitte Januar bin ich offiziell durch. Die PET/CT wird das Ergebnis zeigen. Danach kommt die „Erhaltungstherapie“ – alle 14 Tage eine Antikörpergabe. Aber, so das Versprechen der Ärztin, es wird kein Vergleich zur Chemo sein. Ich kann wieder ein fast normales Leben aufnehmen. Ins Kino gehen. Oder ins Restaurant. Und mehr. Ein echter Lichtblick.

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Lichtblick der Woche

Engelschöre

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. (Lukas 2, 13-14)

Wir wünschen euch allen eine fröhliche, eine besinnliche, eine gesegnete Weihnachtszeit.

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Das Engelorchester haben wir von Utes Mutter geerbt. Es steht bei uns im Flur und erinnert uns an die vielen Engel, die uns umgeben.
(c) Erik Thiesen 

 

Lichtblick der Woche

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

Die letzte Woche war hart, und die Nebenwirkungen der Chemo waren sehr viel anstrengender als gedacht. Spaß gemacht aber hat die Diskussion um den Predigttext für die Christnacht auf „Zwischen Himmel und Erde“. Und der Text selbst macht Mut:  „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.“ (Jesaja 9, 1)

Im Gottesdienst wird diesen Song Prince of Peace der Niendorfer Gospelchor ReJoyce singen. Hier gibt es schon einmal eine Version zum Warmhören:

The people who walked in darkness have seen a great light: light has dawned upon them, dwellers in a land as dark as death. For a boy has been born for us, a son given to us to bear the symbol of dominion on his shoulder; He shall be called, in purpose wonderful, in battle God like, Father for all time, Prince of peace. Great shall the dominion be, and boundless the peace bestowed on Davids throne and on his kingdom, with justice from now and for evermore. The zeal of the Lord of Hosts shall do this. (Jesaja 9, 1.5-6)

Und viele haben sicher auch den Chor aus Händels „Messiah“ im Ohr:

 

Lichtblick der Woche

In unserer Familie ist er Tradition, seit Generationen: der Herrnhuter Stern. Wenn er hängt, ist es Advent und wird es Weihnachten. Er hing schon in der Promenadenstraße, und natürlich leuchtet er auch hier. Tags und nachts. Ein Licht nicht nur in der Dunkelheit.

Und es gehört ebenso zur Tradition, dass der Stern am Anfang der Adventszeit mühsam zusammengebastelt wird und nach der Weihnachtszeit wieder auseinander.

Vor 160 Jahren ließ ein Mathematiklehrer der christlichen Gemeinschaft in Herrnhut seine Schüler einen solchen Stern basteln, damit sie ein besseres Verständnis für Geometrie bekämen. 1821 hing er zum ersten Mal zum Jubiläum – natürlich erst am Dreikönigstag. Denn in der Bibel kommt der Stern nur in der Geschichte von den heiligen drei Königen vor – die, und das muss auch an dieser Stelle noch einmal gesagt werden, in der Bibel weder heilig noch drei noch Könige waren.

Vielleicht ist es diese Verbindung von Mathematik und Glaube, Vernunft und Gefühl, Licht und Hoffnung, die diesem Stern seine Kraft und Schönheit gibt.