Lichtblick der Woche

Wenn dein Herz wandert oder leidet,
bring es behutsam an seinen Platz zurück
und versetze es sanft in die Gegenwart Gottes.
Und selbst dann,
wenn du nichts getan hast in deinem Leben
außer dein Herz zurückzubringen
und wieder in die Gegenwart Gottes zu versetzen,
obwohl es jedes Mal wieder fortläuft,
wenn du es zurückgeholt hast,
dann hat sich dein Leben wohl erfüllt.
Franz von Sales

Diesen ungewöhnlichen und sehr schönen Gedanken haben wir von Daniel und Gudrun. Danke!

Gemeinschaft total

In New Jerusalem hatten wir zum ersten Mal von ihnen gehört: Den Bruderhöfern. Eine christliche Gemeinschaft, ähnlich wie die Hutterer, aber erst 1920 in Deutschland gegründet. Durch Verfolgung im 3. Reich wanderten sie über Paraguay nach Nordamerika aus und gründeten dort einige „Bruderhöfe“. Wir wurden neugierig.

Nach unserem Besuch im Kloster hatten wir noch eine Woche Zeit. Der nächste Bruderhof war Woodcrest in Rifton, nördlich von New York City. Und auch dort wurden wir herzlich aufgenommen.

Bruderhof MannBruderhof FrauWir fühlten uns in der Zeit ein paar Jahrzehnte zurück versetzt. Die Frauen mit Kopftuch und Kleid, die Männer mit Hosenträgern und Karohemd. Einige von ihnen sprachen auch noch einen deutschen Dialekt, der dem hessischen ähnelte. Wir könnten so lange bleiben wie wir wollten, erzählte man uns, doch ab dem 2. Tag würde man von uns erwarten, in den Werkstätten mitzuarbeiten. Wir ließen uns gerne darauf ein.

„Sie hatten alles gemeinsam“, heißt es von den ersten Christinnen und Christen in der Bibel (Apostelgeschichte 4, 32). Und auch wenn die Familie einen hohen Stellenwert bei den Bruderhöfern hat, es bedeutete für sie auch: Sie hatten nicht nur, sie machten auch – wenn schon nicht alles, so doch – vieles gemeinsam.

USA 9-23Die Hauptmahlzeit wurde im Gemeinschaftshaus, dem „Rhönhaus“, eingenommen. Abends gab es dann ein gemeinsames Barbecue, an dem so gut wie alle teilnahmen. Für uns war es super. Es gab immer jemanden, der sich um uns kümmerte; wir waren sofort integriert. Alle begegneten uns ausgesprochen freundlich. Wir konnten Fragen stellen, und wir wurden offen über alle möglichen Aspekte informiert.

USA 8-42Den Bruderhöfern war die Erziehung besonders wichtig. Die Kinder kamen so bald wie möglich in den Kindergarten und wurden dort gemeinsam betreut – Tag und Nacht. Das war für uns schon sehr außergewöhnlich. Aber keine Frage: Die Kinder genossen eine intensive und sehr liebevolle Betreuung. Und die Ausstattung war bestechend. Wir haben uns USA 9-04selbst gerne in die Lesekisten gesetzt, auch wenn wir eigentlich aus ihnen schon herausgewachsen waren. Und auf dem Spielplatz  gab es ausschließlich Holzgeräte, natürlich in den eigenen Werkstätten hergestellt. Viele Ideen, die wir damals in Woodcrest kennenlernten, wurden in unseren Kitas in Deutschland erst Jahre und Jahrzehnte später umgesetzt.

Zu den zentralen Anliegen der Bruderhöfer gehörte die konsequente Gewaltfreiheit. SieUSA 9-10 lehnen den Militärdienst ab – ein wesentlicher Grund, weswegen sie in den Dreißigerjahren aus Deutschland vertrieben worden waren. Natürlich waren sie deshalb auch gegen den Vietnamkrieg gewesen – und dieses Anliegen verband sie wiederum mit New Jerusalem und den Sojourners. Doch während diese bewusst den Kontakt zur „Welt“ suchten, ging es den Bruderhöfern um die Gestaltung einer „Gegenwelt“, die konsequent den Grundsätzen des Neuen Testaments verpflichtet war.

Und so spielte sich ihr Leben auch vor allem innerhalb des „Hofes“ ab; Kontakte nach außen gab es zwar, waren aber relativ übersichtlich. Hauptsächlich ging es dann um USA 9-20geschäftliche Beziehungen. Woodcrest stellte Holzspielzeug und Rehageräte für behinderte Menschen her. Und nicht alles, was zum täglichen Leben benötigt wurde, haben sie selbst hergestellt.

Allerdings gehen Jugendliche auch außerhalb zur Schule, damit sie sich selbständig für die Gemeinschaft entscheiden können. Einige bleiben in der Welt. Viele kommen aber auch zurück, weil sie die Gemeinschaft schätzen. Und die Bruderhöfe wachsen, und das liegt vor allem am Kinderreichtum.

Wir verließen Woodcrest mit einem zwiespältigen Gefühl. Auf der einen Seite waren wir von der Freundlichkeit und Gastfreundschaft wirklich beeindruckt. Und wir teilten theologische und soziale Einstellungen. Der Grundsatz „Jeder gibt, was er kann und jeder kriegt, was er braucht“ ist bei den Bruderhöfern verwirklicht, ebenso wie das Prinzip der Gewaltfreiheit.

Andererseits wird das ganze Leben unglaublich kontrolliert. Abwechslung gibt es in einem eher engen Rahmen. Und diese Gemeinschaft führt dazu, dass es Menschen, die sie verlassen wollen, unglaublich schwer haben. Etliche Berichte klingen nach denen von Sektenaussteigern. Oder von Mönchen, die ihr Kloster verlassen.

Aber es war eine faszinierende Erfahrung. Wieder haben wir Menschen kennengelernt, die mit der christlichen Botschaft ernst machten. Es war unsere letzte Station auf einer Reise, die unglaublich viele Eindrücke hinterlassen hat, von denen ich in diesen Berichten nur einen Bruchteil weitergeben konnte.

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Eine gute Beschreibung der Bruderhöfe findet sich im Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen 9/2003 ab Seite 341. Hier werden auch die kritischen Seiten beschrieben.
Bilder © Johannes Jurkat und Erik Thiesen

Kurzes Update

Nichts Neues aus dem Tumorland: Heute sollten wir eigentlich ein Gespräch im UKE führen. Doch wir haben telefonisch geregelt, dass der Fall erst einmal übermorgen im Tumorboard besprochen wird. Am Dienstag drauf werden wir dann die weiteren Schritte besprechen.

Wir danken Euch allen, die Ihr an uns gedacht habt und uns auf unserem Weg unterstützt.

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Bildnachweis: By University Medical Clinic Hamburg Eppendorf CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13299228

Meditation und Widerstand

Waren wir früher politischer als die Jugendlichen heute? Vielleicht. Die Verhältnisse waren aber auch andere, irgendwie klarer. Die eine Hälfte der Welt wurde beherrscht vom Kommunismus oder, wie auch gesagt wurde, „realem Sozialismus“. Wir hatten dazu ein zwiespältiges Verhältnis: Einerseits lehnten wir die Regime von Moskau bis Peking cardenal-solentiname.jpgbis nach Tirana ab, andererseits faszinierten uns die Gedanken von Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Eindeutiger war unsere Einstellung zu den – meist von den USA gestützten – Diktaturen, z.B. in Nicaragua, Chile, den Philippinen, Südafrika und  verschiedenen anderen afrikanischen Staaten. Martin Luther King, Desmond Tutu und Ernesto Cardenal, der Priester aus Nicaragua, waren unsere Vorbilder. USA 7-32

Diese Namen begegneten uns auch immer wieder auf unserer Reise in die USA. Jim Wallis und Richard Rohr hatten mit Cardenal gemeinsam, dass sie alle sehr von einem Trappisten-Mönch aus Kentucky beeinflusst waren: Thomas Merton (1915-1968).

Schweigen und harte Arbeit sind die Kennzeichen dieses Ordens. Doch Merton hat nicht nur geschwiegen. Er engagierte sich auch politisch, gegen den Vietnam-Krieg, gegen Aufrüstung und Diktatur. Und er beschäftigte sich intensiv mit Buddhismus und Zen. Für ihn galt ebenfalls die Verbindung von „Kampf und Kontemplation“, die Frère Roger in Taizé zum Motto erhoben hatte.

Was lag näher, als dass wir ebenfalls das Kloster besuchten, in dem Merton und Cardenal gelebt hatten – Gethsemani in Bardstown, KY? Und wer bei Bardstown nun nicht an Kloster, sondern an die Whisky-Destille Maker´s Mark denkt – ja, auch die haben wir besucht.

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Mertons Klause

Vor allem aber war diese Zeit geprägt durch Reflexion, Spaziergänge in der Natur der Umgebung und Stundengebete. Mein Tagebuch verrät mir, dass ich damals auch innerlich in einer Zeit des Übergangs war. Das Projekt „Neu anfangen“ ging zu Ende, mit Ute fing es damals an, und die Zukunft lag im Ungewissen. Ich träumte damals von einem „Kloster in Nordelbien“, in dem die Seele zur Ruhe kommen könnte. Nütschau habe ich erst viel später entdeckt. Und wenn ich an meinen „Kloster“-Aufenthalt in Bingen denke, entdecke ich, wie viel sich in meinem Leben geklärt hat – und wie aktuell Thomas Merton schon damals war.

USA 7-24Im „Garten von Gethsemane“ entdeckten wir nicht nur die Klause, in der Merton viele Jahre gewohnt hatte, sondern auch zwei Skulpturen: Die schlafenden Jünger und Jesus, der die Augen nach oben richtet, aber bedeckt. Und das inmitten der Natur: Ein Specht klopfte, wir sahen ihn den Baum hinauf laufen. Wir sahen andere Vögel, Spinnen, Wespen, Ameisen, hörten sie zirpen, kreischen, klopfen, singen. Die Vielfalt des Gartens und mein Inneres passten wohl ganz gut zusammen.

USA 7-22Auf der Tafel für die Skulptur stand u.a.: „May we always remember that the church exists to lead men to Christ in many varied ways but it is always the same Christ.“ Mögen wir immer daran denken, dass die Kirche existiert, um Menschen zu Christus zu führen auf vielen verschiedenen Wegen. Aber es ist immer derselbe Christus.

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Im Buch „Meditation und Widerstand“ sind Texte Ernesto Cardenals gesammelt, der zwei Jahre bei Thomas Merton Novize war.
Bilder © Erik Thiesen:
Das Evangelium der Bauern von Solentiname – Bibelgespräche mit Cardenal und den Menschen von Solentiname
Thomas Merton
Mertons Klause
Der betende Jesus und die schlafenden Jünger

 

Lichtblick der Woche

Es ist schwer, in dieser Zeit einen Lichtblick auszumachen –
– einer Zeit, in der die Aussichten auf „Rückkehr in die Therapie“ stehen,
– einer Zeit, in der die Enttäuschung über das erneute Wachstum von Metastasen groß ist,
– einer Zeit, in der wir wieder Träume von entspannte(re)m Urlaub begraben können –
– einfach in einer Zeit, in der sich so manche Hoffnungen zerschlagen haben. 

Aber nicht jede. Denn
– noch haben Ärztinnen und Ärzte ihre Möglichkeiten nicht ausgeschöpft,
– und es stehen uns viele Menschen zur Seite,
– und wir haben uns,
– und, nicht zu unterschätzen, wir haben Arbeit, Frühling und einen funktionierenden Laptop. Das mag banal erscheinen, aber es sind auch solche kleinen Dinge, die über einen guten oder schlechten Tag entscheiden.

Und ein Spruch, der mir in anderen Zusammenhängen ebenfalls sehr banal vorkommt, geht mir heute nicht aus dem Kopf: Es ist noch nicht aller Tage Abend.

Nein, es gibt diesmal nicht den einen Lichtblick der Woche. Aber eine ganze Reihe von kleinen.

Aus aktuellem Anlass

Drei Metastasen – die eine hatte sich vor drei Monaten schon angekündigt – und einen auffälligen Lymphknoten hat das PET/CT vom letzten Montag gezeigt. Das heißt, dass sich die Hoffnungen auf einen halbwegs ruhigen Sommer zerschlagen haben. Voraussichtlich müssen die Exerzitien mit anschließendem Urlaub ein weiteres Mal verschoben werden.

Wie es genau weitergeht, werden wir am kommenden Montag mit den Ärzten beraten. Natürlich wissen wir, dass noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Aber sie werden mit der Zeit auch nicht besser.

Momentan haben wir genug damit zu tun, mit der Situation klar zu kommen. Wir hatten sehr gehofft, dass wir nach der erfolgreichen Chemo für zwei, vielleicht sogar für zwanzig Jahre Ruhe hätten. Es hat noch nicht einmal für zwei Monate gereicht.

Ute meint, dass wir uns vom Krebs auch jetzt nicht unterkriegen lassen. Gut, dass wir nicht alleine sind.

 

Der wilde Mann

Zwei Jahre vor der USA-Reise hatte ich von Johannes ein Buch geschenkt bekommen: Rohr Bücher„Der wilde Mann“, geistliche Reden zur Männerbefreiung von einem amerikanischen Franziskaner namens Richard Rohr. Nachdem die Studentenjahre von einer intensiven Beschäftigung mit dem Feminismus geprägt waren, kam hier ein Anstoß, sich mit der Spiritualität von Männern zu beschäftigen. Damals war das fast revolutionär. Und Richard Rohr war einer der Pioniere. Kann sein, dass es ohne ihn das Männerpilgern oder „Mann kocht“ in unserer Gemeinde gar nicht geben würde. Zmindest sind viele Initiativen zur „Männerbefreiung“ oder, wie er es nennt, „Männerinitiation“ von ihm beeinflusst, z.B. die „Männerpfade“ in Deutschland oder „Mannsein.at“ in Österreich.

Richard RohrMit Richard Rohr hatte mich Johannes auch geködert, mit in die USA zu fliegen. Und ausgerechnet ihn sollten wir nicht treffen. Denn er hatte kurz vorher die Gemeinschaft verlassen, die er selbst gegründet hatte: New Jerusalem in Cincinnati. Deshalb hatten wir uns getrennt: Andreas flog mit seinem Freund nach Albuquerque zu Richard Rohr, Johannes und ich fuhren nach Ohio.

Die Gastfreundschaft, die wir dort erlebten, war wieder beeindruckend. Viele Menschen hatten Zeit für uns, wir wohnten in einer der Familien, und wir nahmen am Leben der Gemeinschaft teil. Und wir bekamen viel mit von den Fragen und Problemen dieser Gemeinschaft, die ihren Weg nach dem Weggang ihres Gründers und Leiters suchte.USA 5-21

Richard Rohr sammelte in den Siebzigerjahren 450 Menschen um sich, um tiefer in die spirituelle Erfahrung von Gottes Liebe einzudringen. Viele kamen aus schwierigen Elternhäusern. Es war ihnen wichtig, sich gegenseitig zu unterstützen. Sie gründeten Familien, teilten ihr Einkommen, und engagierten sich in sozialen Projekten. Mit der Zeit wurde Richard Rohr in sozialer und politischer Hinsicht radikaler. Die einen folgten ihm, andere nicht; es kam zu Spannungen. Und zum schmerzhaften Bruch. Als wir in Cincinnati waren, baute Rohr gerade sein „Center for Action and Contemplation“ auf und engagierte sich in der Sanctuary-Bewegung, der Unterstützung illegaler Migranten.

Als wir dort waren, gehörten noch 270 Personen zur Community, heute sind es etwa 150. Viele Jugendliche konnten mit den Anliegen ihrer Eltern nicht so viel anfangen. Und außerdem wurde es zunehmend schwierig, eine gemeinsame Linie in sozialen und politischen Fragen zu finden. Diesen Prozess konnten wir damals intensiv miterleben.

So außergewöhnlich die Gemeinschaft – auch für amerikanische Verhältnisse – war, so normal waren die Familien. Bei meinen Gasteltern, den Carricos, gab es scrambled eggs with bacon und Cornflakes zum Frühstück, der Fernseher lief ungefähr den ganzen Tag, und ich erlebte zum ersten Mal die Faszination von American Football. Besonders war allerdings, wie wichtig für sie „love and peace“ waren – nicht auf dem Hintergrund der Hippie-Bewegung, sondern von den Quäkern inspiriert.

Und diese ziemlich bürgerlichen Familien setzten sich aktiv mit Hausbesetzungen auseinander, betreuten Menschen aus Mittelamerika in einer Art Kirchenasyl und betrieben ein Nachbarschaftshaus. Und immer trieb sie die Frage um: Wie können wir mit Ernst Christinnen und Christen sein? In Cincinnati arbeiten viele Menschen in der Rüstungsindustrie – einige New-Jerusalemer, die dort arbeiteten, entschieden sich für die Kündigung. Sie wurden darin von der Gemeinschaft getragen und unterstützt. Andere Mitglieder konnten das gar nicht nachvollziehen und verließen die Gemeinde.

Obwohl unser Besuch nun 30 Jahre her ist, habe ich den Eindruck, dass wir uns damals mit Fragen beschäftigt haben, die bis heute aktuell sind.

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Beitragsbild: Tugendreiche Frau zähmt Wildmann, Wandteppich Bassel, 1470/80. Von unknown, Basel – Book-scan: Zahm und wild, Basler und Straßburger Bildteppiche des 15. Jahrhunderts, ISBN 3-8053-1174-5, p185, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=431488
Bild 1: Drei Veröffentlichungen von Richard Rohr: Endlich Mann werden (2005), Der nackte Gott (1987) und Der wilde Mann (1986) © Erik Thiesen
Bild 2: Richard Rohr
Bild 3: New Jerusalem. Der damalige Leiter Ron Auer (re) mit Johannes vor dem Organigramm der „Circles“. Alle Mitglieder der Gemeinschaft treffen sich regelmäßig in diesen Hauskreisen. Gescanntes Dia © Erik Thiesen