Spiel mir das Lied vom Tod

Es gibt Frauen- und es gibt Männerfilme, definitiv. Ich weiß zwar nicht genau, „was Frauen wollen“Ich weiß aber definitiv, dass ich den Frauen – zumindest in meiner Familie – nicht mit „Die Hard“ und Bruce Willis kommen kann oder gar „Rambo II“ mit Sylvester Stallone. Solche Filme gehen nur gemeinsam mit meinem Sohn.

Und so hatten wir uns schon lange zu einer „Paten-Nacht“ verabredet. Es wurden zwei draus, denn schon die ersten beiden Filme dauerten Stunden. Um Religion geht es in dieser Mafia-Trilogie zwar nur am Rande – und wenn, wie in der „Taufszene“, in der Verbindung mit Gewalt -, aber wir haben es genossen.

Wir wiederholten unsere Filmnächte, erst mit der „Dollar-Trilogie“ und Clint Eastwood und dem Soundtrack von Ennio Morricone, dann mit dem sehr schönen Robert Redford/Paul Newman-Klassiker „The Entertainer“. Jetzt freuen wir uns noch auf „Spiel mir das Lied vom Tod“ – Soundtrack wieder von Morricone.

So ganz klar ist es mir nicht, warum wir Jungs auf solche Filme stehen. Sicher, sie sind gut gemacht. Aber bis auf den Entertainer sind sie auch ziemlich gewalttätig, die Dialoge nicht wirklich geschwätzig, die Inhalte archaisch: Rache, Ehre, Heldenmut. Werte, die traditionell den Männern zugeschrieben werden. Werte, die ich so im wirklichen Leben nur in ihrer gezähmten Weise leben will und kann. Aber sie sind offenbar ein Teil von mir.

Wie auch immer – sie verbinden mich auch mit meinem Sohn. Und wir haben zwar noch keinen Termin, um Sergio Leones Filmklassiker zu sehen. Aber er hat mich eingeladen. Heute abend in die Laeiszhalle, zu „The Best Of Ennio Morricone“. Ein tolles Weihnachtsgeschenk.

 

 

3 Gedanken zu “Spiel mir das Lied vom Tod

  1. Andreas Seyboldt schreibt:

    Da wäre ich doch liebend gerne dabei… und würde meinen Sohn, Jonathan, gleich mitbringen, und sehr wahrscheinlich auch Emmanuelle, die durchaus auch ab und zu gerne Leone-Morricone-Western mit anschaut – und natürlich auch die Eastwood-Klassiker… der neueste kommt übrigens heute grad hier ins Kino : „The Mule“, mit einem, inzwischen, 88-jährigen Clint : unverwüstlich, unbesiegbar, ein echtes „Naturwunder“, der nach wie vor Kraft und Stärke ausstrahlt, und zwar nicht auf plumpe und aufgesetzte Art, sondern durch eine gebrochene Biographie hindurch: der jetzige, neueste Film hat da ja, wie schon der vorletzte „Gran Torino“ viel autobiographisches mit integriert !! … Wir werden ihn uns am Sonntagnachmittag zusammen anschauen – und dabei ganz besonders an Dich und Rasmus – und natürlich auch an den weiblichen Teil Eurer Familie denken !!!

    Die allerliebsten Grüsse aus Paris!

    Andreas & Emmanuelle

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    • gebrocheneslicht schreibt:

      Ja, das war klasse gestern. Über dem Orchester liefen Szenen aus den jeweiligen Filmen. Der erste Teil endete mit der „Spiel mir-“ Mundharmonika, und die Zugaben mit Sacco und Vancetti. Ihr könnt Euch die beschwingte Stimmung vorstellen, mit der wir nach Hause fuhren.

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      • Andreas Seyboldt schreibt:

        Absolut !!! Das ist – Auch wenns ein bisschen blasphemisch klingt – Evangelium nach Morricone/Leone – Fonda/Cardinale/Bronson !!!

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