Zwischenbemerkung

Liebe Freundinnen und Freunde,

ich sitze vor Euren Kommentaren und Mails, und ich möchte Euch gerne antworten. Aber ich finde nicht die richtigen Worte.

Ihr schreibt so wunderbar. Ihr wärmt mein Herz. Ihr macht mich groß – größer als es angemessen ist, und das wisst Ihr auch. Und ich freue mich darüber und es tut mir sehr gut.

Gerade deshalb wird mir immer wieder bewusst, wie sehr dies auch und ganz wesentlich Euer Blog ist. Ihr macht mir immer wieder Mut. Ihr begleitet meine Gedanken, und nicht nur sie – auch mich persönlich und Ute natürlich.

Ohne sie wäre dieser Blog ohnehin nichts. Wir reden miteinander, tauschen uns aus, machen neue Erfahrungen und versuchen sie fruchtbar zu machen. Vielleicht formuliere ich mehr Worte. Sie aber erkennt, wenn sie falsch sind – langweilig oder unangemessen oder schlicht schlechter Stil. Und das ist kaum zu unterschätzen.

Und wir werden wieder von Euch bereichert und weiter gebracht. Es ist, als wenn wir – trotz der räumlichen Entfernungen – in einem Zimmer sitzen. Ich bringe zwar den lautesten Beitrag, aber das Gespräch unter Euch geht weiter; einige reden laut und öffentlich und andere miteinander oder hören zu. Und wir haben das Privileg, jeden Tag Gäste zu haben, 30, 40, manchmal über 60. Welch ein Glück.

Und wir reden und erzählen, und es gefällt mir, weil ich selbst gerne rede und erzähle. Und dabei „habe“ ich eigentlich nichts, was ich weiterzugeben hätte. Ich finde vielmehr Gefallen an dem Bild, das Martin Buber für sich gefunden hat. Er schrieb: „Ich habe keine Lehre. Ich zeige nur etwas. Ich zeige Wirklichkeit, ich zeige etwas an der Wirklichkeit, was nicht oder zu wenig gesehen worden ist. Ich nehme ihn, der mir zuhört, an der Hand und führe ihn zum Fenster. Ich stoße das Fenster auf und zeige hinaus. Ich habe keine Lehre, aber ich führe ein Gespräch.“

Also lasst uns weiterreden.

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Bubers Bekenntnis steht in „Aus einer philosophischen Rechenschaft, Werke I. Schriften zur Philosophie, S. 1114

 

 

3 Gedanken zu “Zwischenbemerkung

  1. Ralf Liedtke schreibt:

    Ich sitze vor dieser Zwischenbemerkung und hoffe, dass noch viele folgen werden.Ich möchte gern antworten. Mit welchen Worten soll ich beginnen, mir gegen viele Gedsanken durch den Kopf und trotzdem möchte ich mich auch kurz fassen.

    Es war eine tolle Idee, diesen Blog zu eröffnen und er hat sich über die Zeit prächtig entwickelt. Ich jedenfalls möchte ihn nicht mehr missen. Jedes Ding hat zwei Seiten, so auch der Gedanke der Bereicherung.

    Auch ich fühle mich immens bereichert, herausgefordert, gestärkt durch die Beiträge und Kommentare. Dieser Blog ist lebendig wie die Menschen, die sich auf ihm „tummeln“ und zueinander finden. Ist das nicht großartig?

    Vielleicht stimmt der Gedanke, dass es auch „unser“ Blog geworden ist. Denn ich fühle mich weniger als Gast, eher als Teil und ein bisschen auch als Mitgestalter, ohne anmaßend sein zu wollen. Ja, ich spüre auch ein Stück MItverantwortung, weil mir dieses Forum bedeutsam geworden ist.

    Dafür habt großen Dank, lieber Erik und liebe Ute!

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  2. Sabine Linz schreibt:

    Lieber Erik, die Wahrheit ist, ich schaue jeden Tag ob Du noch da bist.
    Ich habe Dich schon immer sehr gemocht, Deine echte Art, Ecken und Kannten, klare Sprache und immer sehr belesen und wertschätzend. Ich bewundere immer, wie Mann sich auf sovielen unterschiedlichen Gebieten, so unglaublich viel merken kann. Und dann dieses Lachen, einfach Freude am Leben und machen ….toll.
    Ich bin wirklich glücklich, dass wir mit Euch diesen schönen Sommertag hatten. Im wirklichem Leben. Natürlich habe ich immer wieder Angst, dass es einmal keinen neuen Lichtblick oder für mich manchmal kryptische Texte zu entdecken gibt. Dann stelle ich mich wieder meiner Angst und nehme mir ein Beispiel an Euch und wachse daran.
    Mein Entschluss steht fest, ich ziehe das jetzt durch und Träume von Weihnachten.
    Ute, auch Du bist eine ganz tolle spannende Frau die ich sehr ins Herz geschlossen habe. Du weißt, just call mein Name und ich komme. Ich sende Euch Liebe, Kraft und eine Träne.
    Sabine

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    • gebrocheneslicht schreibt:

      Liebe Sabine, Du bist uns eine echte Freundin geworden. Das fängt bei Gemeindebegegnungen (ja, Weihnachten!) an und hört beim Ikea-Diplom und einem Urlaubstag in Hohwacht noch lange nicht auf. Und da kommt noch mehr. Herzliche Umarmung von Ute

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