(Nichts) Neues aus dem Tumorland

Manchmal sind keine Neuigkeiten ja auch Neuigkeiten, zumindest keine schlechten. Deshalb bringen wir jetzt doch ein kleines Update.

Das letzte Tumorboard ist der Einschätzung von Prof. Petersen und Dr. Münscher gefolgt, dass das Leuchten der Bodenplatte von BWK 5 nicht eindeutig auf eine Metastase hindeuten würde. Therapien wie Bestrahlung, Chemo oder OP stehen zurzeit nicht dafür.

Die Devise heißt nun: Erst einmal abwarten. Das nächste PET/CT ist für den 7. Mai angesetzt. Bis dahin passiert, hoffentlich, gar nichts.

Wir kennen das schon: Warten – warten – warten – und dann wieder ein Adrenalinspiegel weit jenseits der Wohlfühlgrenze. Wir üben noch, damit umzugehen.

9 Gedanken zu “(Nichts) Neues aus dem Tumorland

  1. Ove Sachse schreibt:

    Du, Erik, bist in einer nicht vergleichbaren Lage gegenüber mir, und ich möchte Dir auch weiterhin eine stoische Ruhe wünschen. Ich habe mich am Freitag zur MRT wegen meines Kopfes, der seit 8 Jahren unter Kontrolle ist. Ich scheiterte an meiner Klaustrophobie und für eine Valiumgabe hatte ich danach keine Begleitperson. Es ist gutartig, wäre operabel, aber noch nicht notwendig, solange es nicht größer wird. z.Zt. 3 cm. Ich erzähle Dir das nicht um Mitleid zu erregen. Ich erzähle es jedem, dem ich es zumuten kann, der mit Ähnlichem belastet ist. Laß uns hoffen und wünschen, dass wir es einigermaßen ignorieren können. Liebe Grüße

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  2. Bernhard Siegel schreibt:

    Lieber Erik,
    das ist ja erfreulich. Wir hoffen sehr, dass sich das bei weiteren Untersuchungen bestätigt. Für mich soll auch die nächste Bildgebung Anfang Mai erfolgen. Eventuell könnte dann ein neuartiges Pet MRT gemacht werden. Das soll die absolut beste Bildgebung ermöglichen und wäre für Dich meines Erachtens besonders interessant. Leider gibt es davon bisher nur 1 Gerät in Bremen.
    Seid ganz lieb gegruesst.
    von Berni und Petra

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    • gebrocheneslicht schreibt:

      Vielen Dank, lieber Bernhard, für den Tipp. Meine Ärztin wusste noch nichts davon, meinte aber, wir sollten auf jeden Fall erst einmal das nächste PET CT abwarten. Wir hoffen ja, dass der Leuchtkörper eine normale Heilungsreaktion oder sowas ist.
      Und auch Dir natürlich alles Gute – für die Untersuchung wie für die Zeit dazwischen. Besonders für sie, denn das ist die Zeit, in der wir richtig leben. 🙂

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  3. Ingelor Schmidt schreibt:

    Ihr beiden Lieben, es gibt Sachen, an die KANN man sich einfach nicht gewöhnen. Nur ertragen, so gut es geht. Ich hoffe, der heutige Sommertag hat Euch gutgetan – habe zum Sonnenschirm hinauf gewinkt…
    Liebe Grüße, auch vom Wolfgang
    Ingelor

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  4. Jutta Seeland schreibt:

    Lieber Herr Thiesen,
    Sie kennen meine Meinung zu dem Befund. Ich bin derselben Meinung wie die Kollegen Petersen und Münscher, was die Zu- oder Einordnung dessen, was da zu sehen ist, angeht.
    Ich freue mich, dass ich mit meiner Meinung nun nicht mehr alleine bin, was für Sie ja am allererfreulichsten sein dürfte.
    Ich bin weiterhin zuversichtlich und fände es wunderbar, wenn Sie sich anschließen könnten.
    Liebe Grüße
    Jutta Seeland

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  5. Waltraud Habicht schreibt:

    Liebe Ute und Erik,

    ich kann mich sehr gut an diese Zeit zwischen den Bildern erinnern, die so unheimlich und doch so nötig in uns reinblicken können und anscheinend sagen können, wie es uns geht. Ich hab die Untersuchungstage gehasst und herbeigewünscht zugleich in der Zeit dazwischen.
    Ich wünsch Euch, dass Ihr in dieser Zeit öfter leben könnt wie die Kinder, für die Zeit gar keine Rolle spielt und einfach spielen oder so.

    Herzlich und mit allen guten Wünschen Waltraud

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  6. Ute Klingwort-Finster schreibt:

    Leben wie die Kinder – ja, das denkt man gern. Ich wünsche mir auch manchmal, sorglos, unbekümmert, vertrauensvoll, unbelastet durch schlechte Erfahrungen von Scheitern, Misserfolg, Trauer in den Tag hineinzuleben. Aber Kinder sind gar nicht so. Sie haben, wie wir von unseren zahlreichen Enkelkindern wissen, auch schon ihre Sorgen und Ängste und machen sich durchaus ihre eigenen Gedanken über den Tod. Das ist schwer auszuhalten.

    Ich wünsche euch eine Sorglosigkeit, die durch die Ängste hindurchdenkt, über sie hinaus. Ein Gottvertrauen, das sich immer dann meldet, wenn wir es am dringendsten brauchen. Vielleicht eine Freude am Leben, wie sie uns „die Lilien auf dem Feld“ vormachen. Ohne die Pflanzen zu vermenschlichen, können wir ihnen doch eine Kraft zum Leben ansehen, die unverwüstlich, unwiderstehlich ist. Eine solche unzerstörbare Lebenskraft wünsche ich euch.

    Aber ja: Spielen ist gut!!

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    • gebrocheneslicht schreibt:

      … und Arbeiten ist auch gut. Sich vertiefen in eine Aufgabe. Und manchmal ist der Unterschied zum Spielen gar nicht so groß. Gestern war ich bei einer Besprechung und einem Gemeindebesuch. Das hat Spaß gemacht und war anstrengend und insgesamt gut.
      Gleichzeitig schaut auch immer mal wieder der Drache über die Schulter oder, mit einem anderen Bild, der Beifahrer quatscht einem das Ohr ab (erinnert Ihr Euch an Claudia, die schrieb: „Ich habe einen ständigen Beifahrer, aber ich lasse ihn nicht ins Steuer greifen“?).

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