Aus aktuellem Anlass

Es bleibt dabei: Die „Läsionen“, die vor der Chemo aufgetaucht waren, sind alle nicht mehr zu sehen. Alle! Und das ist sowohl hervorragend als auch sehr ungewöhnlich.

Es hat sich aber auch bestätigt: Die Aktivität, die das PET/CT im Rücken sichtbar gemacht hat, ist wohl auf eine Metastase zurückzuführen. Und sie ist stärker geworden. Oder anders: Weil sie stärker geworden ist, geht der Radiologe, der die Studie betreut, von einer Metastase aus.

Und das bedeutet voraussichtlich und wenn es der Rücken mitmacht: Wieder Bestrahlung. Mit allen Nebenwirkungen. Dabei habe ich die Chemo noch nicht wirklich verdaut.

Seltsam ist es schon: Auf der einen Seite ein 100%iger Rückgang der Metastasen, auf der anderen die Aktivität im Rücken. Beides in höchstem Maß ungewöhnlich. „Aber Sie wissen, bei Ihnen läuft es ja nach eigenen Regeln und Gesetzen“, meinte Dr. Münscher. Manchmal hat es mir ja geschmeichelt, wenn man über mich sagte, ich wäre etwas Besonderes. In diesem Fall hätte ich gerne darauf verzichtet.

Wir werden auch das schaffen, keine Frage. Aber es ist mühsam – vor allem deshalb, weil wir auf etwas Ruhe gehofft hatten. Aber das Leben – oder wer oder was auch immer dahinter steht – hat es anders gemeint.

Am letzten Sonntag lasen wir in den Herrnhuter Losungen: „Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht. Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen.“ (2.Korinther 4,8-9) Schon da hatten wir den Eindruck: Das passt ganz gut auf unsere Situation. Und heute besonders.

6 Gedanken zu “Aus aktuellem Anlass

  1. Frank Puckelwald schreibt:

    Und als weiteres Zitat (frei nach Röm. 14,8) =
    „Leben wir, so gehören wir Gott.
    Sterben wir, so gehörenwir Gott.
    Ob wir nun leben oder sterben – wir sind und bleiben in Gottes Hand.“

    Oder anders: uns kann nichts passieren,- was immer uns passiert.

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  2. gebrocheneslicht schreibt:

    Letztlich nicht, lieber Frank. Und doch ist es für uns ein großer Unterschied, ob wir leben oder sterben. Und noch ein größerer, ob unser Liebstes lebt oder stirbt.
    Und mit der Hand Gottes scheint der Ire Erfahrungen gemacht zu haben, der gebetet hat: Gott halte dich in seinen Händen, doch drücke seine Faust dich nie zu fest!
    Die Geborgenheit bei Gott ist nichts, was ich „habe“, sondern immer nur wieder wage und je und je erfahre.

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  3. Waltraud Habicht schreibt:

    Wenn ich überlege, was mir dazu vielleicht noch Gutes einfällt, (außer dem vollständigen Verschwinden der Läsionen natürlich) ist es das:
    so anstrengend es auch ist mit dem dauernden Beobachten und immer Gegenankämpfen:
    Es bietet aber anders als 2016 eben auch die Chance (früher) gegenzusteuern und nicht von einem so schweren Schadens so überrascht zu werden mit der Notwendigkeit einer so schweren und gefährlichen Op.

    Alle guten Wünsche

    Waltraud

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