Im Chemoland

Am Montag betraten wir dann wieder Neuland: Zehn Stunden saß ich im UKE, davon acht am Tropf. Und man kann sich fragen, wie viel Blut noch in den Medikamenten war.

Die Nachwirkungen setzten dann am Dienstagmittag ein. Ich fühle mich schwach und unwohl. Fühlen und Schmecken verändert sich. Und da merkt man doch, dass der Körper im Normalzustand das eigentliche Wunder ist.

Aber es soll besser werden. In den nächsten beiden Wochen bekomme ich „nur“ eine Antikörperdosis; die Nebenwirkungen sollen überschaubar sein, so dass ich wieder Kräfte sammeln kann – für den nächsten Zyklus in knapp drei Wochen.

Wir müssen erst lernen, mit dieser neuen Situation umzugehen. Der eine hat den Krebs, die andere schaut zu – und es ist nicht klar, für wen es schwerer ist.

Aber das Ziel hat sich nicht geändert. Und daraufhin werden wir unsere inneren Bilder richten. Ich stelle mir vor: Viele kleine PacMans stiften nicht nur Unruhe im Körper, sondern verknurpseln auch die Metastasten.

Ein Gedanke zu “Im Chemoland

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