Wunsch nach Klarheit

Die Journalistin Kirsa Kleist hat im Niendorfer Wochenblatt (hier als E-Paper auf Seite 13 und hier als Screenshot) einen sehr schönen Artikel über diesen Blog geschrieben. Er hat bei mir auch gleich wieder den Wunsch entstehen lassen, wieder mehr unter die Leute zu gehen.

Aber das muss noch etwas warten, bis… ja, bis wann eigentlich? Bis ich mehr zu Kräften gekommen bin nach der letzten OP? Bis die Situation klarer geworden ist nach einem Gespräch mit dem Vorgesetzten, mit den Ärzten? Ich fürchte, dass in Zukunft nichts klarer wird. Ein Zustand, den Katharina Hagena in ihrem Buch „Das Geräusch des Lichts“ schön in einem Satz zusammenfasst: „Seit drei Wochen warte ich auf einen Befund, der darüber entscheidet, ob ich für den Rest meines Lebens darauf warten werde, dass etwas eintritt, von dem man nicht sagen kann, ob es am Ende eintritt oder vielleicht nicht oder ganz bestimmt nicht, aber alles natürlich ohne Gewähr.“ Wenigstens das weiß ich: Genau diesen Befund habe ich.

Immer wieder läuft es auf den Lichtblick der letzten Woche hinaus: „Wir können an den Tod denken oder wir können weiterleben.“ Leben wir also weiter. Der Tod sorgt schon dafür, dass wir immer wieder einmal an ihn denken.

Leben, das heißt dann auch, sich mit Alltäglichkeiten zu befassen: Im Blog hat das Inhaltsverzeichnis in etwa das Format, das ich mir vorgestellt hatte (ich finde es immer wieder erstaunlich, wie wenig komfortabel ein so verbreitetes Programm wie WordPress für jemanden wie mich ist). Die Rezension von Erik Flügges Buch ist eingestellt. Und die ersten Gedanken zu den beiden neuen Themen nehmen Gestalt an: Die erste Fragestellung, die mich schon immer beschäftigt hat, lautet: Gibt es überhaupt einen Gott? Und wenn ja, könnte man ihn beschreiben? Und die zweite: Wer bin ich und wer will ich sein? – Erfahrungen aus den Exerzitien im letzten Sommer. Und ich bin neugierig, wohin uns diese Fragen tragen.

2 Gedanken zu “Wunsch nach Klarheit

  1. Kirsten Leischel schreibt:

    Lieber Erik,
    ohne dass wir uns abgesprochen haben, haben wir für den heutigen Seniorennachmittag eine tolle Teamarbeit geleistet.

    Ich hatte mir für heute vorgenommen, die Senioren an deinem Blog teilhaben zu lassen, weil ja noch die allerwenigsten von Ihnen einen Internetzugang haben.
    Ich wollte beschreiben, um was es dir in deinem Blog geht, und dann den Beitrag vom 23.1. vorlesen: So Gott will.

    Nun hast du im Wochenblatt wunderbar schon den ersten Teil erledigt, ich werde dazu passend also heute den Beitrag vom 23.1. vorlesen, ergänzt um den heutigen und mit einem Hinweis auf das Artikel im WB.

    Also, wir werden gleich alle sehr an dich denken, vielleicht spürst du etwas davon.

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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  2. Ralf Liedtke schreibt:

    Ja, Warten kann unsäglich sein. Ich denke da das Theaterstück „Warten auf Godot“, was mich schon als nicht direkt Betroffener sondern nur Zuschauer schon zermürbt hat.

    Schön, dass Du weiter am Leben teilnimmst.

    Ralf

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